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ERS 2020

Erstmals Phase-III-Daten für spezifische Therapie des chronischen Hustens

Pneumologie
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Chronischer Husten stellt ein für Betroffene belastendes Krankheitsbild dar, das nochdazu mit hohen gesundheitsökonomischen Kosten verbunden ist. Eine dafür zugelassene Therapie gibt es derzeit nicht. Der P2X3-Rezeptor-Antagonist Gefapixant zeigte nun in zwei Phase-III-Studien im Vergleich zu Placebo eine statistisch signifikante Reduktion der Hustenfrequenz über 24 Stunden bei guter Verträglichkeit.

Chronischer Husten wurde erst im Vorjahr durch die Veröffentlichung der ersten ERS-Leitlinie zu diesem Thema als eigenständiges Krankheitsbild anerkannt, ist weit verbreitet und kann die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Chronischer, refraktärer Husten hat nach aktuellem Verständnis in den allermeisten Fällen seine Ursache in einer Hypersensitivität des Nervus vagus gegenüber unterschiedlichen Stimuli und ist nicht zwingend das Symptom einer anderen Erkrankung. Damit ist chronischer, refraktärer Husten eine eigenständige Diagnose und Erkrankung, die sich in unterschiedlichen Phänotypen manifestieren kann. Rund 10%der Bevölkerung sind von chronischem Husten betroffen, mehrheitlich Frauen im mittleren Lebensalter. Adipositas und Reizdarmsyndrom sind häufig mit chronischem, refraktärem Husten assoziiert. Angesichts der nach wie vor sehr dünnen Evidenzlage zu diesem Krankheitsbild tragen die meisten Empfehlungen der ERS-Leitlinie den Disclaimer „conditional recommendation, very low quality evidence“.

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