Wenn Blutgefäße vorzeitig altern
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12,2% der Österreicher weisen eine vorzeitige Gefäßalterung auf. Das ergab eine aktuelle Auswertung im Rahmen der Langzeitstudie LEAD. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Hypertonie, Alkoholkonsum und Diabetes erhöhen das Risiko.
In der Langzeit-Beobachtungsstudie LEAD („Lung, hEart, sociAl, boDy“) werden Gesundheitsdaten erhoben und umfassende medizinische Untersuchungen in Wien und Niederösterreich durchgeführt, die sich v.a. auf Lungengesundheit sowie Herz-Kreislauf-Parameter konzentrieren.
Im Rahmen von LEAD wurden auch Werte zur Pulswellengeschwindigkeit zwischen Karotis und Femur (cfPWV) erhoben. Eine höhere cfPWV steht für eine größere Steifigkeit der Blutgefäße und ist daher ein Parameter für die Gefäßalterung. Basierend auf einer Referenzpopulation (keine offensichtliche Herz-Kreislauf-Erkrankung in der Vorgeschichte, kein Diabetes, keine medikamentöse Behandlung von Bluthochdruck oder Dyslipidämie) wurden geschlechts- und altersspezifische Z-Scores für die cfPWV berechnet.
12,2% mit früher Gefäßalterung
In der Gesamtpopulation (n=7926; 54,2% Frauen, Alter 18–82 Jahre) betrug die Häufigkeit von gesunder Gefäßalterung (HVA) 9,1%, von normaler Gefäßalterung (NVA) 78,6% und von vorzeitiger Gefäßalterung (EVA) 12,2%, wobei die EVA-Prävalenz mit zunehmendem Alter zunahm. Frauen haben laut den Ergebnissen ein um den Faktor 2,8 erhöhtes Risiko für eine frühe Gefäßalterung. Untersuchte Einflussfaktoren waren zudem Diabetes mellitus, systolischer und diastolischer Blutdruck, Herzfrequenz, Körpergröße und FEV1 nach Bronchodilatation. Gesunde Ernährung führte zu einem um 30% niedrigeren Risiko, regelmäßiger Alkoholkonsum wirkte sich negativ aus. (red)
Literatur:
1 Mohammad A et al.: Prevalence and determinants of vascular aging in Austria – a holistic view: the LEAD study. J Hypertens 2025; doi: 10.1097/HJH.000000000000422
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