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Neues aus Rheuma und Reproduktion

Biologika statt Glukokortikoiden in der Schwangerschaft

Von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen sind auch, und bei manchen Erkrankungen sogar mehrheitlich, junge Frauen betroffen. Damit stellen sich Fragen nach Kinderwunsch, Familienplanung, Schwangerschaft und Geburt. Die European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) publizierte im vergangenen Jahr Empfehlungen für den Einsatz antirheumatischer Medikamente im Zusammenhang mit Kinderwunsch, Schwangerschaft und Geburt.

Rheumatologische Erkrankungen (RMDs) und reproduktive Gesundheit stehen in einem komplexen und schwierigen Verhältnis zueinander. Beispielsweise belasten Zeichen und Symptome der Grunderkrankung wie eingeschränkte Beweglichkeit, Fatigue, Inflammation und hormonelle Störungen direkt Sexualität und Fortpflanzung. Darüber hinaus erhöht die Präsenz von Autoantikörpern das Risiko von fehlgeschlagenen Schwangerschaften. Hinzu kommen psychologische Faktoren wie Depression, Angst und Stress sowie ein negatives Körperbild und maladaptives Coping. Auch sexuelle Dysfunktion ist bei rheumatischen Erkrankungen nicht selten und führt zu reduziertem Geschlechtsverkehr, eingeschränkter sexueller Zufriedenheit und verminderter Libido. Des Weiteren kann sich rheumatologische Medikation ungünstig auf die Fortpflanzung auswirken. Dies betrifft Glukokortikoide ebenso wie nichtsteroidale Antirheumatika und alkylierende Substanzen. Einige DMARDs („disease-modifying antirheumatic drugs“) erhöhen das Risiko von Fehlgeburten (Abb. 1).1,2

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