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deso-Kurs 2022 Update

Update Radionekrose im Kopf-Hals-Bereich

Die infizierte Radionekrose bei Bestrahlungen im Kopf-Hals-Bereich ist eine selten gewordene, aber nach wie vor schwerwiegende Therapiefolge. Sie bringt einerseits eine beträchtliche Lebensqualitätseinschränkung und andererseits schwere Krankheitsverläufe mit Sepsisgefahr mit sich. Da die Therapie zeitaufwendig und oftmals vielschichtig ist, ist die Prophylaxe vor Radiotherapiebeginn und Prävention während der Strahlentherapie von großer Bedeutung.

Radiogene Beschwerden im Mund-, Rachen- und Kehlkopfbereich werden in akut toxische und chronisch toxische Schädigungen unterteilt: Akute Strahlenfolgen beinhalten Mukositisgrade I bis IV sowie Symptome wie Dysphagie, Dyspnoe und Dysgeusie. Zu den chronischen Nebenwirkungen zählen Xerostomie mit zunehmendem Kariesbefall, ebenso persistierende Dysphagien und Dyspnoe verbunden mit Heiserkeit und Aspirationsneigungen. Weiters können auch Trismen, Kiefergelenksokklusinsdefizite und Sensibilitätsstörungen auftreten. Schwellungen der Mund- und Rachenschleimhaut verbunden mit Schmerzen und Foetor ex ore deuten auf beginnende Nekrosen von Weichgewebe, Knochen und Knorpel hin.Dies kann letztlich zu pathologischen Frakturen, erhöhter Zahnmobilität und Zahnverlust, oroantralen oder orokutanen Fisteln bis hin zur Sepsis führen.

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