© Hannes Braun

Endoskopische Nasennebenhöhlen- und Schädelbasischirurgie

Diagnostik und Verschluss von Liquorfisteln

Liquorfisteln können verschiedene Ursachen haben und auch mitunter über längere Zeit unentdeckt bleiben. Unabhängig von der Ursache muss bei Vorliegen einer Liquorfistel ein dichter Verschluss des Duradefektes angestrebt werden, um intrakranielle Komplikationen (Pneumatocephalus, Meningitis, Hirnabszess etc.) zu verhindern.

Liquorfisteln der Rhinobasis können durch verschiedene Ursachen entstehen. Entweder durch angeborene Schädelbasisdefekte oder erworbene Ursachen. Hierbei zeigt sich, bedingt durch einen Defekt der knöchernen Rhinobasis als auch der Dura, eine Verbindung zwischen dem subarachnoidalen Raum und den Nasenhaupt- und/oder Nasennebenhöhlen. Liquorfisteln der lateralen Schädelbasis können zu einer Otoliquorrhö bzw. bei Liquorabfluss über die Tuba Eustachii zu einer Rhinoliquorrhö führen und dabei einen Defekt an der Rhinobasis „vortäuschen“ (Abb. 1a). Unabhängig von der Ursache können Liquorfisteln mitunter über längere Zeit unentdeckt bleiben. Bei rezidivierenden Meningitisepisoden, unklarer Rhinorrhö etc. sollte eine Liquorfistel ausgeschlossen werden.

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