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Reproduktionsmedizin

Ethische Überlegungen zur Reproduktion am Beispiel der Uterustransplantation

In der Entwicklung der Reproduktionsmedizin gibt es neue Verfahren und Methoden, die, wie die Uterustransplantation, möglicherweise schon auf dem Weg in die klinische Routine sind. Das Ziel dieses Beitrags ist es, in der Reflexion auf moralische Überzeugungen und Urteile mögliche Entscheidungskonflikte zu analysieren, Probleme zu adressieren und Argumente in der Diskussion nachzuzeichnen.

Bei einer absoluten uterinen Sterilität aufgrund eines fehlenden oder nicht funktionsfähigen Uterus ist die Uterustransplantation eine Möglichkeit, die Fruchtbarkeit wiederherzustellen. Ursache für die absolute uterine Sterilität können sowohl angeborene, wie das Mayer-Rokitansky-Küstner-Hauser-Syndrom (MRKHS), als auch erworbene Erkrankungen wie das Asherman-Syndrom oder ein Zustand nach Hysterektomie sein. Prinzipiell könnte durch eine UT auch Transgenderfrauen und Männern das Austragen einer Schwangerschaft ermöglicht werden. In der Bewertung der Indikation für eine UT geht es um die Frage, inwieweit das Bestehen einer Infertilität diesen Eingriff begründet, ob eine invasive Therapie zu rechtfertigen ist, wenn eigentlich keine gesundheitlichen Risiken oder Probleme bestehen,1 ob Infertilität eine Krankheit ist oder ob es sich doch um wunscherfüllende Medizin handelt. Das Leiden an der Infertilität wird als Begründung für die Einstufung als Krankheit angeführt.2

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