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11. Fortbildungsveranstaltung der AG für Biologika

Alopecia areata – ein fallbasierter Überblick

In den letzten Jahren haben sich die Behandlungsmöglichkeiten für Alopecia areata durch neue therapeutische Ansätze und Zulassungen deutlich erweitert – und damit auch das Bewusstsein und Verständnis für diese Erkrankung. Im Rahmen der Fortbildungsveranstaltung der AG für Biologika 2026 gab Priv.-Doz. Dr. Damian Meyersburg, Salzburg, einen umfassenden fallbasierten Überblick über die aktuellen Entwicklungen und über die zentrale Rolle von Januskinase-Inhibitoren.

„Alopecia areata ist eine relativ häufige immunvermittelte Erkrankung mit einer geschätzten globalen Prävalenz von etwa zwei Prozent“, eröffnete Priv.-Doz. Dr. Damian Meyersburg, Universitätsklinik für Dermatologie und Allergologie in Salzburg, seinen Vortrag. Klinisch zeigt sich die Erkrankung initial häufig in einer akuten Phase, in der innerhalb von sechs Monaten bei etwa 40% der Patienten noch eine spontane Remission möglich ist. Dennoch ist diese spontane Regenerationsfähigkeit begrenzt und betrifft nur einen Teil der Betroffenen – ein erheblicher Anteil der Patienten entwickelt hingegen persistierende oder chronische Verlaufsformen, ergänzte Meyersburg. Während in frühen Stadien häufig einzelne oder multiple umschriebene Haarverluste auftreten, kann sich die Erkrankung im Verlauf ausweiten. Etwa die Hälfte der Patienten verbleibt in einer multifokalen Verlaufsform, ein weiteres Drittel entwickelt eine Alopecia totalis mit vollständigem Verlust der Kopfbehaarung und etwa 15% gehen in eine Alopecia universalis über, bei der die gesamte Körperbehaarung verloren geht. Ohne adäquate Therapie ist die Prognose ungünstig: Nur ein kleiner Prozentsatz der Patienten erreicht bei fortgeschrittener Erkrankung spontan eine relevante Wiederbehaarung (0–16%), insbesondere bei schweren Verlaufsformen kann kaum mit einer Erholung gerechnet werden. Daraus ergibt sich die klare therapeutische Konsequenz, dass ein abwartendes Verhalten keine sinnvolle Strategie darstellt, betonte Meyersburg.

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