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11. Kinder-Haut-Tag

Mangelernährung – wie reagiert die (Kinder-)Haut?

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Ein breites Spektrum an Hautveränderungen tritt in Assoziation mit Malnutrition zutage – insbesondere bei schwerer Ausprägung des Nährstoffdefizits. Nicht selten liefert die Haut dabei wichtige diagnostische Indizien. Dies gewinnt ob der steigenden Prävalenz der Malnutrition in industrialisierten Staaten an Bedeutung. Dabei wird ein Zusammenhang mit dem verstärkten Auftreten von Vegetarismus/Veganismus, Nahrungsmittelallergie und atopischer Erkrankungen vermutet.

Malnutrition (Unter-/Fehlernährung) beschreibt das Auftreten eines Ungleichgewichts zwischen Nährstoffbedarf und -aufnahme, wodurch kumulative Defizite an Energie, Protein oder Mikronährstoffen entstehen mit negativen Auswirkungen auf Wachstum, Entwicklung und Gesundheit. Ätiologisch tritt Malnutrition entweder krankheitsbedingt auf (ein oder mehrere Krankheiten führen direkt zu einem Nährstoffungleichgewicht) oder durch ungünstige Umwelt-/Verhaltensfaktoren, die mit verminderter Nährstoffaufnahme oder erhöhter Nährstoffabgabe verbunden sind.1 Trotz guter Evidenz für eine Reihe von gesundheitlichen Vorteilen durch eine fleischlose Ernährungsform geht die vegetarische/vegane Ernährung bei Bevölkerungsgruppen mit besonders hohem Bedarf an Nährstoffen (v.a. Kinder vom Säuglingsalter bis hin zu Jugendlichen, Schwangere und Stillende) mit einem erhöhten Risiko für einen Mangel einher, im Vergleich zurrestlichen Population. Es muss daher bei restriktiver Ernährung auf die Zufuhr potenziell kritischer Nährstoffe geachtet werden (Tab. 1).2, 3 Die Ernährungskommission der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde hat dazu in einer Stellungnahme 2019 festgehalten, dass „gute Kenntnisse über den Bedarf und die Zufuhr kritischer Nährstoffe wichtig für die Umsetzung vegetarischer Ernährungsformen in Schwangerschaft, Stillzeit und früher Kindheit sind. (…) Eine vegane Ernährung für Schwangere, Stillende und junge Kinder kann aufgrund des hohen Risikos für assoziierte Nährstoffmängel (insbesondere Vitamin B12) nicht empfohlen werden. Im Falle einer rein veganen Ernährung ist eine ärztliche und diätologische Begleitung unerlässlich.“2

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