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Eine gynäkologische Erkrankung mit psychiatrischem Gesicht

Die prämenstruelle dysphorische Störung

Rund acht Prozent der Menstruierenden leiden an der schwersten Form des Prämenstruellen Syndroms (PMS), der prämenstruellen dysphorischen Störung (PMDS).1 Seit der ICD-11 ist sie erstmals eigenständig codierbar – als gynäkologische Erkrankung. Was das für Diagnostik und Therapie bedeutet, welche Mechanismen dahinterstecken und wo die Fallstricke in der Praxis liegen, fasst dieser Beitrag zusammen.

Schon der Begriff „dysphorisch“ weist auf die Symptomatik hin: „Dysphorie“ ist das Gegenteil von „Euphorie“ – statt eines Hochgefühls erleben Betroffene Niedergeschlagenheit, Traurigkeit bis hin zu Wut. Die Prävalenzangaben variieren: Die PMDS Hilfe e.V. beziffert den Anteil der Personen mit PMDS auf 5,5%2 – mehr als jede zwanzigste Menstruierende. Betroffen sind Frauen weltweit, unabhängig von ihrem Lifestyle.

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