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Von der funktionellen Diagnostik bis zur individualisierten Behandlung

Genitalprolaps – konservative Therapie

Genitalprolaps – ist die Operation wirklich der nächste Schritt? Nicht zwangsläufig. Denn zwischen anatomischem Befund und tatsächlichem Leidensdruck liegt oft ein weites Feld. Genau hier setzt die konservative Therapie an: mit funktioneller Diagnostik, interdisziplinärer Expertise und einem Behandlungskonzept, das die Patientin und ihre individuellen Beschwerden in den Mittelpunkt stellt.

Der Genitalprolaps zählt zu den häufigsten Beckenbodenfunktionsstörungen der Frau und gewinnt vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung weiter an klinischer Relevanz. Die aktualisierte AWMF-Leitlinie beschreibt einen Paradigmenwechsel von einer primär anatomieorientierten hin zu einer funktionellen, patientinnenzentrierten Behandlungsstrategie. Erste Therapieentscheidungen sollen sich daher nicht allein am POP-Q-Stadium orientieren, sondern an Symptomatik, Beckenbodenfunktion, Komorbiditäten, Lebensqualität und individuellen Therapiezielen.1,2

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