Spitäler: Ohne Teuerungsausgleich droht Versorgungsabbau
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Ein automatischer Teuerungsausgleich bei den Spitalstarifen ist für den Bundesrat «nicht sachgerecht». Ohne einen solchen droht laut Spitälern aber ein Versorgungsabbau.
Bern. Ein Versorgungsabbau und ein Transformationsstau in den Spitälern würden drohen, wenn es nicht zu einem automatischen Teuerungsausgleich bei den Spitalstarifen komme, also dazu, dass die Spitalstarife automatisch an die inflationsbedingte Teuerung angepasst würden, hiess es kürzlich seitens des nationalen Verbands der Spitäler, Kliniken und Pflegeinstitutionen H+. Dies sei besonders in einer Phase wie der jetzigen schlimm, in der schon die Ambulantisierung und der demografische Wandel den Spitälern einiges abverlangten.
Wie der Leading Opinions Wochenbulletin berichtete, war der automatische Teuerungsausgleich in einer Motion an den Bundesrat herangetragen worden. Doch dieser hatte der Massnahme eine Absage erteilt, weil sie gesetzlich nicht vorgesehen und «nicht sachgerecht» sei. Der Teuerungsausgleich müsse stattdessen in Verhandlungen zwischen den Tarifpartnern geregelt werden, liess der Bundesrat ebenfalls wissen. Dazu erklärte H+ nun, die Erfahrung habe gezeigt, dass Tarife, die mit den Versicherern verhandelt würden, die Teuerung weder verlässlich noch rechtzeitig abbildeten.
Wie stark die Spitalstarife der Teuerung hinterherhinken, belegt H+ zufolge eine Studie zur Spitalslandschaft der Zukunft, die im November 2025 veröffentlicht wurde: Demnach stieg die Teuerung in den Jahren zwischen 2020 und 2024 um 6,8 Prozent, während die Tarife im selben Zeitraum um nur 2,6 Prozent angehoben wurden. (sst)
Quelle: H+ Spitäler
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