© NÖ LGA – Landesklinikum Baden-Mödling

Wissenstransfer am Landesklinikum Baden

Minimalinvasive Laseroperation bei gutartiger Prostatavergrößerung

An der Abteilung für Urologie im Landesklinikum Baden-Mödling ersetzt eine moderne minimalinvasive Laseroperation bei sehr großen gutartigen Prostatavergrößerungen die offene Schnittoperation. Die dabei aufgebaute Expertise wird mittlerweile auch im Rahmen eines internationalen fachlichen Austausches an Kolleginnen und Kollegen weitergegeben.

Die Urologie des Landesklinikums Baden-Mödling zählt zu den wenigen Abteilungen in Österreich, die bei gutartiger Prostatavergrößerung eine moderne minimalinvasive Laseroperation anbieten: die Thulium-Laser-Enukleation der Prostata (ThuLEP). Hierfür wird ein neuer moderner, leistungsstarker Thulium-YAG-Laser eingesetzt. Diese Operationsmethode kommt insbesondere bei sehr starken Prostatavergrößerungen zum Einsatz und ermöglicht betroffenen Patienten, wieder selbstständig Wasser zu lassen – auch dann, wenn sie zuvor auf einen Dauerkatheter angewiesen waren.

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Abb. 1: Wissenstransfer und fachlicher Austausch am Landesklinikum Baden. V.l.n.r. Dr. Andew Mojosovic (Urologe aus Kroatien); OA Priv. Doz. Dr. Stephan Seklehner; Dr. Marinko Bosnjak (Urologe aus Kroatien); Hr. Wolfgang Mangge (Laserfirma – G.M. Medizintechnik)

„Die Operationstechnik wurde vor mehr als vier Jahren am Standort Baden eingeführt und seither kontinuierlich weiterentwickelt. Bei sehr großer Prostata hat das minimalinvasive Verfahren die offene Schnittoperation mittlerweile vollständig ersetzt. Der Eingriff erfolgt dabei über der Harnröhre und kommt ohne Hautschnitt aus. Zudem verkürzt diese Methode die Wundheilungsphase und auch die Aufenthaltsdauer im Klinikum“, erklärt Urologe OA Priv.-Doz. Dr. Stephan Seklehner. Da die Laserenukleation eine spezielle Ausbildung mit einer entsprechenden Lernkurve erfordert, spielt die Weitergabe praktischer Erfahrung eine wichtige Rolle.

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Abb. 2: Kroatische Urologen erhalten Einblick in die minimalinvasive Operationstechnik

„Es freut mich sehr, dass die urologische Abteilung des Landesklinikums Baden sich in den vergangenen Jahren eine hohe Expertise auf dem Gebiet der Laseroperation erarbeitet hat. Genau diese Erfahrung wird nun auch an andere medizinische Fachkolleginnen und -kollegen weitergegeben. Das zeigt, mit welcher Expertise und internationalen Vernetzung in unseren Kliniken gearbeitet wird. Der fachliche Austausch über Ländergrenzen hinweg stärkt nicht nur die medizinische Zusammenarbeit, sondern trägt auch dazu bei, moderne Behandlungsmethoden zum Wohle der Patientinnen und Patienten weiterzuentwickeln“, so der für die NÖ Kliniken zuständige Landesrat Anton Kasser.

Kürzlich hospitierten Urologen aus Šibenik, Kroatien, am Standort Baden. Dabei erhielten sie Einblick in die Operationstechnik und konnten praktische Erfahrungen für die zukünftige Einführung der Methode an ihrem eigenen Klinikstandort sammeln.

„Der fachliche Austausch über Klinik- und Landesgrenzen hinweg ist ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Weiterentwicklung. Wenn spezialisiertes Wissen und praktische Erfahrung weitergegeben werden, profitieren davon langfristig vor allem die Patientinnen und Patienten“, betont Abteilungsvorstand Prim. Univ.-Doz. Dr. Claus Riedl.

Vorteile Thulium-YAG-Laser

Seit rund einem Jahr steht der Abteilung für Urologie ein moderner, gepulster 150-Watt-Thulium-YAG-Laser zur Verfügung. Das ist derzeit einzigartig in Niederösterreich. Die Operation erfolgt vollständig über die Harnröhre – ein Hautschnitt ist nicht erforderlich. Für die Patienten bedeutet dies eine wesentlich geringere Blutungstendenz, eine deutlich kürzere Erholungszeit, in der Regel eine Entlassung bereits am zweiten oder dritten Tag nach dem Eingriff und eine raschere Genesung. Gleichzeitig wird hinsichtlich der Verbesserung des Wasserlassens eine exzellente funktionelle Wirksamkeit erreicht.

Presseaussendung des Landesklinikums Baden-Mödling vom 13. August 2026

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