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Verordnungskaskaden im Alter: Welche treten besonders häufig auf?

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen können bei älteren Menschen als neue Erkrankungen fehlinterpretiert werden und weitere Verordnungen nach sich ziehen. Eine große kanadische Analyse mit mehr als 2,2 Millionen älteren Erwachsenen zeigt, welche potenziell inadäquaten Verordnungskaskaden im Versorgungsalltag besonders relevant sind.

Polypharmazie ist im höheren Lebensalter weit verbreitet. Einen bislang möglicherweise unterschätzten Beitrag leisten Verordnungskaskaden: Dabei wird eine Nebenwirkung eines Arzneimittels nicht als solche erkannt, sondern als neues gesundheitliches Problem interpretiert und mit einem weiteren Medikament behandelt. Dadurch steigt nicht nur die Zahl der eingenommenen Arzneimittel – auch das Risiko für weitere unerwünschte Wirkungen nimmt zu.

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