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Asthmapatienten und COVID-19
Jatros
30
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31.03.2020
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<p class="article-intro">Lungenexperten raten: Therapie mit inhalierbaren Steroiden (ICS) unverändert fortführen</p>
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<p class="article-content"><p>In der aktuellen Diskussion finden sich Stimmen, die die Therapie mit inhalierbaren Steroiden (ICS) – das Kernelement der Asthmatherapie – vor dem Hintergrund der aktuellen Coronavirus-Pandemie infrage stellen. So wies Prof. Dr. Christian Drosten, Institut für Virologie der Charité Berlin, in seinem Podcast vom 13. März 2020 darauf hin, dass Asthmapatienten mit ihrem Arzt darüber sprechen sollten, ein auf Kortison basierendes Asthmamedikament durch ein Medikament zu ersetzen, das das Immunsystem weniger angreife. Diese Aussage verunsichert Patienten und Behandler.<br /> Die österreichischen und deutschen Asthmaspezialisten empfehlen, bei Kindern und Erwachsenen mit Asthma eine adäquate und individuell eingestellte antiasthmatische Inhalationstherapie (insbesondere auch eine ICS-Therapie) nicht aus diesem Grund zu ändern oder gar zu beenden. Die Gefahr, dass sich das Asthma dadurch in bedrohlicher Weise verschlechtert und (ansonsten unnötige) Arztbesuche oder Krankenhausaufenthalte erforderlich macht – einschließlich möglicher Kontakte mit COVID-19-Patienten –, sei für den einzelnen Asthmapatienten wesentlich bedrohlicher als ein mögliches, gleichwohl unbelegtes Risiko einer Förderung der Ansteckung mit dem Coronavirus (SARSCov-2). Eine erfolgreiche Inhalationstherapie bei Patienten mit Asthma sollte daher auch und gerade in der aktuellen Coronavirus-Pandemie unverändert fortgesetzt werden.<br /> Alle übrigen von der Bundesregierung empfohlenen Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen, einschließlich der Meidung von Sozialkontakten, sind selbstverständlich auch von Patienten mit Asthma zu befolgen.</p></p>
<p class="article-quelle">Quelle: Presseaussendung der ÖGP, 20. März 2020
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