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Pneumothorax

Paradigmenwechsel in der Therapie

Beim FOMF-Update Innere Medizin berichtete Dr. med. Tino Schneider, Leitender Arzt Pneumologie, Kantonsspital St. Gallen, HOCH Health Ostschweiz, vor dem Hintergrund des vor Kurzem veröffentlichen Updates1 über den aktuellen Stand der Diagnostik und Therapie des Pneumothorax.

Bei einem Pneumothorax dringt Luft in den Pleuraspalt ein und der Lungenflügel löst sich von der Brustwand. Typische Symptome sind plötzlich einsetzende, einseitige, stechende Schmerzen im Brustkorb, Atemnot, evtl. trockener Reizhusten und Schulterschmerzen. Die Beschwerden variieren und können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Ein primärer Spontanpneumothorax mit nur geringer Lungenablösung kann auch unbemerkt ablaufen. Bei einem grossen Pneumothorax zeigen sich reduzierte Bewegungen der Brustwand, abgeschwächte Atemgeräusche und hypersonorer Klopfschall. Die Betroffenen können hämodynamisch instabil sein: Eine Tachykardie >135/min, Hypotonie und Zyanose sind Warnsignale! Hier muss man an einen Spannungspneumothorax denken und umgehend handeln. Schneider betonte, dass die Klinik führend ist und nicht die Bildgebung. Die kontralaterale Tracheal- und Mediastinalverlagerung ist normal für einen Pneumothorax und deutet nicht auf einen Spannungspneumothorax hin.2,3

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