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Wörthersee Symposium 2022: „What’s new in allergy?“

Molekulare Diagnostik bei Tierhaarallergien

Etwa 35–40% der österreichischen Allergiker sind gegen felltragende Tiere sensibilisiert, womit Tierhaare neben den Hausstaubmilben und Pollen zu den häufigsten Auslösern einer Inhalationsallergie zählen. Streng genommen ist die Bezeichnung „Tierhaarallergie“ nicht ganz korrekt, weil die Haare selbst eigentlich nicht die primäre Quelle der verantwortlichen Allergene sind. Diese werden meist in der Haut und in den Speicheldrüsen gebildet und gelangen erst sekundär auf das Fell. Nicht selten ist auch der Urin eine wichtige Allergenquelle, z.B. bei manchen Nagetieren oder auch beim Hund.

Eine Tierhaarallergie kann auf eine einzelne Tierart beschränkt sein oder gleich mehrere Arten betreffen. Monovalente Sensibilisierungen findet man häufig bei Katzenallergien, aber viel seltener bei Hunde- oder Pferdeallergien, wo nur 5–15% der Sensibilisierungen im Sinne einer Monosensibilisierung auftreten. In der Praxis ist mindestens jeder zweite Tierhaarallergiker gleichzeitig gegen zwei oder viele verschiedene Arten sensibilisiert. Ursache dafür kann eine echte unabhängige Mehrfachsensibilisierung sein, sehr oft ist es aber primär Folge von immunologischen Kreuzreaktionen zwischen bestimmten Allergenen, die in ähnlicher Form in verschiedenen Tierarten vorkommen.

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