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Gräser, Pilze, Götterbaum

Allergene im Höhenflug

Die Gräserpollensaison hat in Österreich ihre Hauptbelastungsphase erreicht. Zusätzlich können u. a. Gewitter und Pilzsporen allergische Beschwerden verstärken. Für Allergiker:innen lohnt sich daher der Blick auf die aktuelle Pollenbelastung über die Pollen+ App – zu Hause und am Urlaubsort.

Ein kurzer Rückblick: Anfang Mai klang eine intensive Birkensaison mit überdurchschnittlich hohen Pollenmengen aus. Ebenso war 2026 für Eichen und Buchen ein „Mastjahr“, also ein Jahr, in dem hohe Mengen an Pollen produziert und freigesetzt wurden. In den Niederungen Österreichs sorgten die früh blühenden Gräser bereits im Mai für erste Belastungsspitzen.

Gräserpollen und Gewitterasthma

Wir befinden uns gerade in der Hauptbelastungsphase der Gräserpollensaison. Bei trockenem und sonnigem Wetter sind hohe Pollenkonzentrationen und die damit einhergehenden allergischen Beschwerden zu erwarten. Sollte es doch zu Regen kommen, können die Belastungen kurzfristig sinken und eine Entlastung bewirken. Bei Unwettern mit erhöhter Blitzaktivität ist die Situation jedoch eine andere. Denn diese Witterungsbedingungen können ein vermehrtes Aufplatzen von Pollenkörnern und damit einen rapiden Anstieg an freiem Allergen in der Luft bewirken. Dieses „Gewitterasthma“ genannte Phänomen ist besonders häufig im Hochsommer zu beobachten.

Neben den Gräsern sind auch Pollenkörner von Ampfer und Wegerich in der Luft, sie können die Beschwerden zusätzlich intensivieren. Aber auch die Blüte von Linde und Götterbaum wird in nächster Zeit relevant für die Allergiker:innen sein.

Große Mengen an Pilzsporen

Die aktuellen Temperaturen und Niederschläge begünstigen die Pilzsporensaison, die nun eindeutig begonnen hat. In unseren Messstellen werden regelmäßig allergierelevante Mengen von Cladosporium und Alternaria nachgewiesen. Während Regen die Pollenkonzentrationen in der Luft senkt und somit eine Entlastung für Allergiker:innen bietet, setzen Pilze insbesondere nach Niederschlägen große Mengen an Sporen frei.

Pollenallergie und Urlaubsplanung

Die Dauer der Gräserpollensaison variiert zwischen Süd- und Nordeuropa deutlich. Dadurch kann es vorkommen, dass genau am Urlaubsort der Höhepunkt der Gräserblüte erreicht wird und die Ferien für Allergiker:innen zur Belastung werden. Um die Urlaubsplanung zu erleichtern, stellt der Österreichische Polleninformationsdienst seit vielen Jahren eine Belastungslandkarte für Europa zur Verfügung ( https://www.polleninformation.at/allergie/belastungskarte-europa ). Dort wird auf mehreren Karten übersichtlich und intuitiv dargestellt, wie sich die Pollenbelastung im Laufe des Jahres entwickelt. Neben den Gräserpollen können auch Belastungskarten zu den elf wichtigsten allergieauslösenden Pollenarten abgerufen werden.

Detailliertere Informationen zum Pollenflug in Österreich liefern die kostenlosen Services des Österreichischen Polleninformationsdienstes – entweder über polleninformation.at oder die Pollen+ App.

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