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Akutmedizin

Schlaganfall und intraarterielle Lyse: Altes neu entdeckt

In der Akuttherapie des ischämischen Schlaganfalls hat die mechanische Thrombektomie große therapeutische Fortschritte ermöglicht. Neue Daten zeigen jedoch, dass eine gezielte intraarterielle Lyse nach erfolgter Thrombektomie funktionelle Vorteile bringen kann, insbesondere bei unvollständiger Reperfusion.

Der ischämische Schlaganfall stellt eine der häufigsten Ursachen für bleibende Behinderungen und Tod dar.1,2 In den vergangenen Jahren hat sich die mechanische Thrombektomie als Goldstandard für Patient:innen mit Schlaganfall infolge eines Verschlusses großer hirnversorgender Gefäße (Large Vessel Occlusion, LVO) etabliert.1,3,4 Randomisierte klinische Studien und Metaanalysen zeigen, dass durch mechanische Thrombektomie in etwa zwei Drittel der Fälle eine erfolgreiche Rekanalisation erreicht werden kann. Trotz der hohen technischen Erfolgsrate erreicht jedoch nur knapp die Hälfte der Patientinnen und Patienten nach 90 Tagen einen funktionell unabhängigen Zustand.5 Diese Diskrepanz zwischen erfolgreicher Wiedereröffnung des betroffenen Gefäßes und dem klinischen Outcome deutet darauf hin, dass neben der makroskopischen Rekanalisation weitere Faktoren den Therapieerfolg beeinflussen.

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