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Kasuistik

Rezidivierender Durchfall beim Organtransplantierten: ein Fallbericht

Gastroenterologie
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Die Zeit, die bei chronischen Durchfällen bis zur Diagnose einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung vergeht, hat sich in den letzten Jahren verkürzt. Trotzdem bleibt das Zusammenführen von Klinik, Untersuchungsergebnissen, Labor und Histologie zu einer definitiven Diagnose noch immer schwierig und verzögert oft die Diagnose. Wenn ein chronischer Durchfall dann noch bei Menschen mit komplexen Vorerkrankungen auftritt, wird die richtige Diagnose zu einer Herausforderung und bedarf neben der akribischen Aufarbeitung aller Befunde oft einer nachhaltigen Konsequenz und einer durchlässigen Kommunikation zwischen verschiedenen Fachbereichen.

Im Jänner 2021 kommt ein 53-jähriger Patient mit Verdacht auf neutropenes Fieberzur Aufnahme. Er wurde im Vorjahr mit ähnlicher Symptomatik auf einer anderen internen Abteilung stationär aufgenommen. Damals wurde die Symptomatik auf eine medikamentöse Ursache zurückgeführt. Auch beim Aufenthalt an unserer Abteilung wurde letztlich der Verdacht auf die Auslösung der Neutropenie durch Lidaprim ausgesprochen und eine laufende Pneumocystisprophylaxe auf Wellvone umgestellt. Im Rahmen der Durchuntersuchung zum Ausschluss anderer auslösender Ursachen gab es bei einer PET-CT-Untersuchung den Hinweis auf eine Tracer-Mehrspeicherung im linksseitigen Kolon/Sigma. Wegen dieses Befundes wurde eine Koloskopie durchgeführt.

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