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Was uns ein Blick auf die Haut verrät

Welche Relevanz hat Alkoholsucht in der Dermatologie?

Dermatologie
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Chronischer Alkoholismus kann auf der Haut anhand wichtiger Stigmata abgelesen werden. Bekannte und weniger bekannte Veränderungen ermöglichen uns Dermatologen eine frühzeitige Diagnose, noch bevor Schädigungen an den inneren Organen evident geworden sind. Deshalb ist die Kenntnis der vielfältigen Hautveränderungen als diagnostischer Fingerzeig auf das Vorliegen eines chronischen Alkoholabusus wichtig.

Alkohol (auch Ethanol, Äthylalkohol) ist eine psychotrope Substanzgruppe, welche die Menschheit schon seit über 10000 Jahren begleitet und sich gesellschaftlich als Genussmittel etabliert hat. Die psychopharmakologischen Wirkungen von gegorenen Früchten oder Getreide sind auf dosisabhängige Veränderungen in der Neurotransmission zurückzuführen. Niedrige Dosierungen wirken euphorisierend, machen uns lustiger, tendenziell sympathischer, aber auch enthemmter, risikobereiter und unvernünftiger. Mit zunehmender Dosis steigt der anästhesierende Effekt (Gefühls-/Geruchsverlust – dieser Effekt kommt auch beim „Reparaturseiterl“ zum Tragen) und bei etwa einem Viertel aller Konsumenten tritt eine dysphorische Phase auf, mit Gereiztheit, Missstimmung und gesteigerter Aggressivität. In hoher Dosis oder bei chronischer Einnahme wirkt Alkohol schließlich depressionsgenerierend wie -fördernd, als wesentliche Ursache der hohen Burnout- und Suizidrate unter Alkoholkranken (15%).1-3

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