© Daisy Kopera

OEADF 2022

Haarige Probleme

Störungen des Haarwachstums am Kopf stellen eine Herausforderung in der täglichen Praxis für Allgemeinmediziner als erste Anlaufstelle, aber auch für Dermatologen dar.Haarerkrankungen, speziell der Haarverlust, sind nicht nur ein ästhetisch/kosmetisches Problem, sondern haben auch Einfluss auf die Lebensqualität der Betroffenen. Dies vor allem, weil eine volle Kopfbehaarung als erstrebenswertes Gesundheits- und Attraktivitätsmerkmal gilt.

Das Wachstum der Haare unterliegt verschiedenen Phasen, einer aktiven Wachstumsphase (Anagenphase) und einer inaktiven Ruhephase (Telogenphase). Am Kopf dauert die Wachtumsphase 3 bis 5 Jahre und die Ruhephase 2 bis 4 Monate. Das Haarwachstum verläuft asynchron, das heißt, es sind nicht alle Haarfollikel gleichzeitig in Wachstums- oder Ruhephase, sondern individuell verschieden. Aufgrund der asynchron verlaufenden Wachstumsphasen der Haare gemäß dem genetischen Programm jedes Haarfollikels fallen dem Menschen im Durchschnitt jeden Tag 70 bis 100 Haare aus, weil ständig Haarfollikel in die Ruhephase gehen und das bestehende Haar abgestoßen wird. Nach der Ruhephase tritt der Haarfollikel erneut in eine Wachstumsphase und das Haar wächst nach. Haarausfall an sich ist also ein physiologisches Phänomen! Von problematischem/krankhaftem Haarausfall spricht man daher nur dann, wenn jeden Tag diffus über den Kopf verteilt mehr als 100 Haare ausfallen oder die Kopfhaut an bestimmten Stellen völlig kahl wird und weniger oder gar keine Haare mehr nachwachsen.

Sie sind bereits registriert?
Loggen Sie sich mit Ihrem Universimed-Benutzerkonto ein:

Login

Sie sind noch nicht registriert?
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos auf universimed.com und erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln, bewerten Sie Inhalte und speichern Sie interessante Beiträge in Ihrem persönlichen Bereich zum späteren Lesen. Ihre Registrierung ist für alle Unversimed-Portale gültig. (inkl. allgemeineplus.at & med-Diplom.at)

Registrieren

Back to top