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Neurobiologische Grundlagen klinischer Kernsymptome bei postakuten Infektionssyndromen (PAIS)

Long Covid und ME/CFS: Neurobiologie als Basis für Therapie und Forschung

Long Covid und myalgische Enzephalomyelitis/chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS) sind komplexe multisystemische Erkrankungen. Neuroinflammation, Immun- und Gefäß-dysregulation, autonome Störungen sowie Veränderungen der Neurotransmission stehen im Verdacht, zentrale Symptome wie postexertionelle Malaise, Fatigue, „Brain Fog“, Schlafstörungen, Angstsymptome und affektive Beschwerden zu verursachen. Diese Mechanismen bilden wichtige Ansatzpunkte für die Biomarkerforschung und die Entwicklung gezielter, stratifizierter Therapieansätze.

Long Covid bezeichnet nach der WHO Beschwerden, die typischerweise innerhalb von drei Monaten nach einer SARS-CoV-2-Infektion auftreten, mindestens zwei Monate anhalten und nicht anderweitig erklärbar sind.1 Myalgische Enzephalomyelitis/chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CSF) wird klinisch insbesondere durch eine ausgeprägte Belastungsintoleranz mit postexertioneller Malaise (PEM) charakterisiert.2 Beide Krankheitsbilder überlappen sich bei Fatigue, kognitiven Störungen, nicht erholsamem Schlaf, Schmerzen, Reizüberflutung und Dysautonomie; nicht alle Betroffenen mit Long Covid erfüllen jedoch die Kriterien von ME/CFS.3

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