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Chronische lymphatische Leukämie

Vielversprechender Therapieerfolg mit CAR-T-Zell-Therapie

<p class="article-intro">Trotz großer Fortschritte in der Behandlung der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) rezidivieren die meisten Patienten und haben nach Versagen einer B-Zell-Rezeptor-gerichteten Therapie eine schlechte Prognose. Neue Therapieoptionen bietet die Strategie der CAR-T-Zell-Therapie, wie mehrfach beim ASH, hier beispielhaft mit Lisocabtagene Maraleucel (LISO-CEL; JCAR017), einem CD19-gerichteten Zellprodukt, gezeigt wurde (Siddiqi T et al., Abstr. #300).</p> <hr /> <p class="article-content"><p>In der Phase-I-Studie TRANSCEND CLL 004 wurden 16 Patienten mit rezidivierter oder refrakt&auml;rer CLL, die ein hohes Risiko aufwiesen und zwei oder mehr Therapien erhalten hatten oder ein Standardrisiko aufwiesen und mit drei oder mehr Therapielinien behandelt worden waren, eingeschlossen. Die Patienten waren median 64,5 Jahre alt und mit median 4,5 Therapielinien behandelt worden. Alle Studienteilnehmer hatten bereits Ibrutinib erhalten, 50 % waren unter Ibrutinib progredient und waren zudem mit Venetoclax therapiert worden. 75 % der Patienten wiesen Hochrisiko- Parameter, wie eine TP53-Mutation (62,5 % ), einen komplexen Karyotyp (50,0 % ) und/oder eine 17p-Deletion (43,8 % ), auf.</p> <p>Therapie-assoziierte Nebenwirkungen von Grad &ge;3 traten bei 56,3 % der Patienten auf, vornehmlich Neutropenien (37,5 % ), Thrombozytopenien (31,3 % ), Leukopenien (31,3 % ), Lymphopenien (31,3 % ) und An&auml;mien (25,0 % ). Bei jeweils einem Patienten wurde eine Therapie-assoziierte febrile Neutropenie von Grad &ge;3 bzw. ein Zytokinsturm von Grad &ge;3 berichtet. Es traten keine letalen Toxizit&auml;ten auf.</p> <p>Bez&uuml;glich der Wirksamkeit wurden erste Ergebnisse zum Ansprechen pr&auml;sentiert: 81,3 % der Studienteilnehmer sprachen auf die Therapie an, 43,8 % mit einer kompletten Remission. Nach 30 Tagen post LISO-CEL wurde ein Ansprechen bei 75 % der Patienten berichtet, nach 3 Monaten bei 80 % der Patienten. MRD-Negativit&auml;t in der Blutuntersuchung wurde bei 73,3 % der auswertbaren Patienten und in der Knochenmarksuntersuchung bei 87,5 % der Patienten festgestellt. Nach 3 und 6 Monaten war die MRD-Negativit&auml;t bei allen betroffenen Patienten anhaltend.</p></p>
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