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Highlights vom ASCO20 Virtual zu den gastroösophagealen Tumoren

In diesem Jahr wurde das ASCO-Kongress aufgrund der Coronavirus-Pandemie als virtuelles Treffen abgehalten. Dies führte zu einem deutlichen Anstieg der Teilnehmerzahl mit einem historischen Rekord von fast 43000 Spezialisten aus aller Welt. Zu gastroösophagealen Tumoren wurden die Ergebnisse einiger großer Studien vorgestellt, die das Potenzial haben, den Behandlungsstandard in näherer Zukunft zu ändern.

Auf dem diesjährigen ASCO-Kongress wurden die Studien mit neoadjuvanten Behandlungen besprochen, in deren Rahmen zielgerichtete Therapien getestet wurden. Die RAMSES-Studie war eine Phase-II-Studie, in der der monoklonale Anti-VEGFR2-Antikörper Ramucirumab zusammen mit dem Standard-FLOT-Protokoll (FLOT-RAM) bei Patienten mit resektablem gastroösophagealem Karzinom untersucht wurde.1 Die wichtigen Endpunkte dieser explorativen Studie waren die Rate an pathologisch kompletten Remissionen, die R0-Resektionsrate und die Sicherheit. Aufgrund einer interimistischen Sicherheitsanalyse sollten Patienten mit einem gastroösophagealen Übergangstumor vom Siewert-Typ I, bei denen eine transthorakale Ösophagektomie erforderlich ist, aus der Studie ausgeschlossen werden, da die chirurgische Mortalität in dieser Gruppe hoch war. Die Mortalität betrug 2,5% bei FLOT und 5,9% im FLOT-RAM-Arm, sank jedoch auf 2,9%, wenn Siewert-I-Patienten aus der Kohorte ausgeschlossen wurden (Tab. 1). Eine R0-Resektion konnte bei 83% der Patienten mit FLOT und bei 97% der Patienten mit dem FLOT-RAM-Arm erreicht werden. Die wichtigsten pathologischen Resultate waren in beiden Armen ähnlich (Tab. 2). Nebenwirkungen 3. Grades waren im FLOT-RAM-Arm etwas häufiger (78% gegenüber 89%). Schließlich kamen die Autoren zu dem Schluss, dass die Zugabe von Ramucirumab zum perioperativen Behandlungsregime mit FLOT die R0-Resektionsraten signifikant verbessert, ohne die Rate an pathologisch kompletten Remissionen zu beeinflussen. FLOT-RAM ist sicher für Patienten mit einem gastroösophagealen Übergangstumor vom Siewert-Typ II/III und solche mit einem Magenkarzinom. Eine folgende Phase-III-Studie im selben Setting ist erforderlich. Diese wurde von der Studiengruppe bereitsinitiiert.

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