Adjuvantes Pembrolizumab beeinflusst Lebensqualität nicht
Bericht:
Dr. Ine Schmale
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Die adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert das krankheitsfreie Überleben von Patient:innen mit muskelinvasivem Urothelkarzinom und hohem Rezidivrisiko. Bekannte Nebenwirkungen von Pembrolizumab beeinflussen die Lebensqualität nicht, so ein Ergebnis der der AMBASSADOR-Studie.
Hochrisikopatient:innen mit muskelinvasivem Urothelkarzinom haben ein 60- bis 70%iges Risiko, nach radikaler Operation ein Rezidiv zu erleiden. In der Phase-III-Studie AMBASSADOR wurde bei insgesamt 702 Patient:innen die adjuvante Therapie mit Pembrolizumab (200 mg, q3w, für 1 Jahr) versus Beobachtung geprüft. Die dualen primären Endpunkte waren das krankheitsfreie Überleben (DFS) und das Gesamtüberleben (OS). Eine Verdopplung des DFS von 14,2 Monaten unter Beobachtung auf 29,6 Monate mit Pembrolizumab wurde bereits veröffentlicht (siehe Apolo AB et al.: N Engl J Med 2025; 392: 45-55). Beim ASCO-Kongress wurden nun Ergebnisse zu Auswertungen der Fragebögen EORTC QLQ-C30, BLM30 und EQ5D-5L zur Lebensqualität der Patient:innen präsentiert.
Das mediane Alter der Erkrankten betrug 67 bzw. 68 Jahre. Etwa drei Viertel waren Männer. Die primäre Tumorlokalisation lag bei 23% bzw. 21% der Patient:innen im oberen und bei 77% bzw. 79% im unteren Harntrakt. 65% bzw. 63% hatten bereits eine neoadjuvante Therapie erhalten. Im Ergebnis wurde der Schwellenwert für eine spürbare und damit klinisch relevante Verschlechterung unter Pembrolizumab im Vergleich zur Beobachtung für Dyspnoe und das Rollenverhalten berichtet. Zu keinem Zeitpunkt signifikant, aber nach 24 Monaten klinisch relevant verschieden waren die Verschlechterungen der Fatigue und körperlicher Funktionen. Weder signifikant noch klinisch relevant verschieden waren Beeinträchtigungen durch Übelkeit und Erbrechen, Harnwegssymptome, sexuelle Funktionen, die gesundheitsbezogene Lebensqualität oder die gesamte Lebensqualität.
Fazit:
Die adjuvante Therapie mit Pembrolizumab nach radikaler Operation war mit erhöhter Fatigue und Dyspnoe assoziiert, wodurch die körperliche Funktion und das Rollenverhalten leicht beeinträchtigt wurden. Insgesamt wurde aber kein Unterschied bezüglich der gesundheitsbezogenen oder der gesamten Lebensqualität festgestellt.
Quelle:
Chen RC et al.: Health-related quality of life with pembrolizumab or observation for high-risk muscle invasive urothelial carcinoma after surgery: Results from the AMBASSADOR randomized trial (Alliance A031501). ASCO 2026; Abstr. #4513
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