© oneinchpunch - stock.adobe.com

Eine unterschätzte Entwicklung

Schlaganfall im jungen Erwachsenenalter: die unterschätzte Rolle von Lifestyle und Substanzen

Der Schlaganfall im jungen Erwachsenenalter ist ätiologisch vielfältig: Hämatologische Erkrankungen, ein persistierendes Foramen ovale oder eine Dissektion hirnversorgender Arterien stehen im Zentrum der Abklärung. Der vorliegende Beitrag richtet den Fokus auf eine zunehmend relevante, aber häufig unterschätzte Ursachengruppe: potenziell modifizierbare Faktoren, zu denen Lifestyle und Substanzkonsum zählen. Sie erklären bei jungen Erwachsenen auf Populationsebene über 90% des Schlaganfallrisikos und bieten damit den grössten Ansatzpunkt für die Prävention.

In Hocheinkommensländern steigt die Inzidenz des Schlaganfalls bei jungen Erwachsenen, während sie bei älteren Menschen sinkt. In der Kohorte der Oxford Vascular Study (OxVasc) nahm die Inzidenz bei den unter 55-Jährigen zwischen den Zeitperioden 2002–2010 und 2010–2018 um 67% zu, während sie bei den über 55-Jährigen um 15% abnahm.1 Ähnliche Anstiege verzeichnen Registerdaten aus den USA und Grossbritannien mit Zunahmen von bis zu +97% (Cincinnati) bzw. +90% (Oxfordshire).2 Etwa 10–15% aller ischämischen Schlaganfälle betreffen Menschen im Alter von 18–50 Jahren.3 Die Prävalenz klassischer Risikofaktoren wie Hypertonie, Diabetes und Dyslipidämie nimmt bei jungen Erwachsenen ebenfalls zu und bleibt oft ohne ausreichende Behandlung.2,4

Sie sind bereits registriert?
Loggen Sie sich mit Ihrem Universimed-Benutzerkonto ein:

Login

Sie sind noch nicht registriert?
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos auf universimed.com und erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln, bewerten Sie Inhalte und speichern Sie interessante Beiträge in Ihrem persönlichen Bereich zum späteren Lesen. Ihre Registrierung ist für alle Unversimed-Portale gültig. (inkl. allgemeineplus.at & med-Diplom.at)

Registrieren

Back to top