© 2026 European Academy of Neurology

Highlights vom EAN 2026

Am 12. Kongress der European Academy of Neurology (EAN) Ende Juni in Genf konnten wieder einige Fortschritte präsentiert werden, die potenzielle Paradigmenwechsel einleiten, und positive Bilanzen über beharrliche Forschungsanstrengungen gezogen werden – mit Highlights aus der Neuroonkologie, der Neurogenetik von Muskelerkrankungen und der Neuromodulation.

Durch neue Erkenntnisse über Interaktionen zwischen dem Nervensystem und Krebserkrankungen durchlebte die Neuroonkologie einen Paradigmenwechsel, eröffnete Prof. Dr. Franz Winkler, Universitätsklinikum Heidelberg, die Brain Prize Lecture des Kongresses. Neue Daten belegen, dass aggressive Hirntumoren, Hirnmetastasen, aber auch extrakraniale Malignitäten Fortsätze bilden, die nicht von Neuriten während der Gehirnentwicklung zu unterscheiden sind (Abb.1).1 Dieses Netzwerk verleiht dem Tumorgewebe eine stabile zelluläre Homöostase und stellt den Hauptmechanismus der primären und adaptiven Resistenz dar.2 Unter konventioneller Radio- oder Chemotherapie reagieren überlebende Tumorzellen mit einer dramatischen Erhöhung ihrer Konnektivität. Die gezielte Herabregulierung des neuronalen Wachstumsproteins GAP-43 unterbricht diese Netzwerkintegrität und senkt die Strahlenresistenz im Tiermodell signifikant.3

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