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Geringe Inhibitorinzidenz auch bei zuvor unbehandelten Patienten unter pdVIII/VWF
Jatros
30
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21.09.2017
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<p class="article-intro">Das humane Plasmaderivate-Faktor-VIII-Konzentrat Octanate<sup>®</sup> wurde seit 1998 in mehr als 9,6 Milliarden IU weltweit appliziert. Fünf prospektive Good-Clinical- Practice(GCP)-Studien wurden mit bereits behandelten Patienten durchgeführt und zeigten eine gute Blutungskontrolle ohne Inhibitorentwicklung.</p>
<hr />
<p class="article-content"><p>Nun präsentierte Anna Klukowska, Warschau/ Polen, Ergebnisse einer prospektiven, multizentrischen GCP-Studie europäischer Hämophiliezentren mit Hämophilie- A-Patienten, die vor der Octanate<sup>®</sup>-Behandlung keine anderen FVIII-haltigen Produkte erhalten hatten (ISTH-Abstr. #PB1787).<br /><br /> Es wurden 51 Patienten eingeschlossen, die wenigstens eine Dosis Octanate<sup>®</sup> erhalten hatten. Die meisten der Patienten erhielten das pdFVIII/VWF-Konjugat initial auf On-demand-Basis und viele wechselten im Verlauf der Studie auf eine prophylaktische Therapie. 27 % der Patienten wurden nur nach Bedarf an ≥50 Expositionstagen (ED) behandelt, 29 % wechselten von der On-demand- (≥20 ED) zur prophylaktischen Applikation und 39 % der Patienten erhielten ausschließlich prophylaktisch Octanate<sup>®</sup> über ≥50 ED. Die Studie wurde 2015 komplettiert mit insgesamt >7000 ED mit pdFVIII/ VWF. Die Patienten wurden für durchschnittlich 2,8 Jahre nachbeobachtet.<br /><br /> 63 % der Patienten wiesen Mutationen mit hohem Risiko für die Entwicklung von Inhibitoren auf. Fünf der 51 Patienten (9,8 % ) entwickelten Inhibitoren. Drei Patienten (5,8 % ) entwickelten klinisch relevante Inhibitoren, definiert als persistierend ohne spontanen Rückgang. Zwei weitere Patienten (3,9 % ) entwickelten Inhibitoren, die spontan mit kontinuierlicher On-demand-Therapie ohne Dosismodifizierung verschwanden. Alle Inhibitoren wurden innerhalb der ersten 50 ED unter On-demand-Therapie identifiziert, kein Inhibitor wurde bei prophylaktischer Octanate<sup>®</sup>-Therapie berichtet. Im Vergleich zur Literatur war die Inzidenz von Inhibitoren in der GCP-Studie gering, erläuterte Klukowska. In der Literatur werden kumulative Inzidenzen von bis zu 37 % berichtet. In der SIPPET-Studie wurden kumulative Inzidenzen von Inhibitoren von 26,8 % für pdFVIII und 44,5 % für rFVIII gesehen.</p> <p><span class="link-color"><a class="article-link" href="../fachthemen/8791" data-locked="0">zurück zum Themenschwerpunkt zum ISTH 2017 Congress</a></span></p></p>
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