Warnung vor Gesundheitsschäden durch Tabakerhitzer
Sie sind bereits registriert?
Loggen Sie sich mit Ihrem Universimed-Benutzerkonto ein:
Sie sind noch nicht registriert?
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos auf universimed.com und erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln, bewerten Sie Inhalte und speichern Sie interessante Beiträge in Ihrem persönlichen Bereich
zum späteren Lesen. Ihre Registrierung ist für alle Unversimed-Portale gültig. (inkl. allgemeineplus.at & med-Diplom.at)
Tabakprodukte zum Erhitzen sind genauso gesundheitsschädlich wie herkömmliche Zigaretten. Deshalb fordern Schweizer Gesundheits- und Suchtorganisationen die Politik auf, besonders Kinder und Jugendliche davor zu schützen.
Bern. Tabakerhitzer erzeugen durch elektrisches Erhitzen von Tabak nikotinhaltige Emissionen. Durch die von Tabakerhitzern freigesetzten und inhalierten Schadstoffe wie Feinstaub, Karzinogene oder Teer sind sie genauso gesundheitsschädlich wie herkömmliche Zigaretten und machen ebenso abhängig.
Aufgrund dessen sind sie keine gesündere Alternative zu Zigaretten, auch wenn internationale Tabakkonzerne ihre Heated Tobacco Products (HTP) als «weniger risikobehaftet» anpreisen. HTP eignen sich daher, anders als viele denken, nicht als Ausstiegshilfen für Raucherinnen und Raucher. Dass besonders Kinder und Jugendliche davor geschützt werden sollten, forderte kürzlich in einem gemeinsamen Positionspapier eine breite Allianz führender Präventions- und Suchtorganisationen der Schweiz von der Politik. Die Allianz besteht unter anderem aus der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz, der Allianz Gesunde Schweiz, der Krebsliga Schweiz, der Lungenliga Schweiz und der Sucht Schweiz.
Laut den unterzeichnenden Organisationen sollte auch der gesetzliche Rahmen angeglichen werden. Aktuell bevorzugt die Gesetzgebung HTP gegenüber herkömmlichen Zigaretten. Dies zum Beispiel bei der Besteuerung (16 Prozent gegenüber rund 50 Prozent bei Zigaretten). HTP-Produkte sind daher für die Industrie sehr profitabel. Dies auch, weil der Verkauf von HTP-Sticks stark anstieg: in der Zeit von 2015, als sie in der Schweiz erstmals erhältlich waren, bis 2024 von 13 Millionen Stück auf fast 1,6 Milliarden, was einem 125-fachen Anstieg entspricht. (sst)
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz
Das könnte Sie auch interessieren:
Neue Kampagne für Jugendliche zu Safer Sex
Die Initiative LOVE LIFE richtet sich an 16- bis 26-Jährige und vermittelt alltagsnahes Wissen zu Safer Sex und sexuell übertragbaren Infektionen.
Gentherapie ermöglicht erste Seheindrücke für Blinde
Eine Gentherapie in Kombination mit einer Spezialbrille kann Menschen mit einer erblichen Netzhauterkrankung helfen, einfache Gegenstände wahrzunehmen. Eine Studie mit Beteiligung der ...
Immer weniger klinische Studien in der Schweiz
Der Pharma-Branchenverband Interpharma und das Swiss Cancer Institute (SCI) zeigen auf, dass in der Schweiz immer weniger klinische Studien durchgeführt werden. Das schwäche den ...