Versorgung mit Medikamenten soll verbessert werden
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Für eine bessere Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten sind nun Massnahmen geplant, die kurz-, mittel- und langfristig gesetzt werden.
Bern. Die Verlagerung der Medikamentenproduktion in asiatische Länder, die Konzentration auf wenige Anbieter, Störungen in den Lieferketten, gesetzliche Vorgaben und eingeschränkte Verdienstmöglichkeiten auf dem kleinen Schweizer Markt: Alles das sind Gründe dafür, warum es immer wieder zu Engpässen bei der Medikamentenversorgung kommt. Um die Versorgung zu verbessern, plant der Bundesrat nun verschiedene Massnahmen, die kurz-, mittel- und langfristig gesetzt werden.
Kurzfristig realisiert wird etwa, dass für Medikamente, die in der EU und der Schweiz zugelassen sind, keine eigenen schweizerischen Verpackungen mehr nötig sind. Damit Packungen genutzt werden können, die nicht speziell für den Schweizer Markt produziert wurden, sollen zudem mehrsprachige Packungsbeilagen durch einen QR-Code ersetzt werden. Mittelfristig will der Bundesrat zusammen mit Apotheken, Spitälern, Arztpraxen und weiteren Akteuren im Gesundheitswesen Angaben zur Verfügbarkeit von Arzneimitteln in Echtzeit zur Verfügung haben, damit besser und schneller auf einen Engpass reagiert werden kann. Langfristig soll der Bund überdies bestimmte medizinische Güter selbst kaufen oder Aufträge zur Herstellung vergeben können.
Besonders oft kommt es übrigens bei günstigen Medikamenten zu Engpässen, wie bei Antibiotika oder Medikamenten gegen chronische Erkrankungen, die nicht so leicht ersetzt werden können, wie gegen Parkinson, Epilepsie oder psychische Erkrankungen. (sst)
Quelle: Bundesamt für Gesundheit (BAG)
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