Sexuell übertragene Infektionen: die Trends
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Ein Bericht des BAG zeigt, dass die HIV-Fallzahlen sinken, während bei anderen beim Sex übertragenen Krankheiten die Zahlen steigen.
Bern, Vaduz. 318 Menschen haben sich in der Schweiz und in Liechtenstein 2024 mit HIV infiziert. Das sind um 25,7 Prozent weniger als vor der Pandemie im Jahr 2019. Und deutlich weniger als in den 1990er-Jahren, wo noch 1300 Fälle von HIV-Neuinfektionen im Jahr gemeldet wurden.
Dies teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) kürzlich in seinem jährlichen Bericht über Infektionskrankheiten mit, wo es unter anderem um Trends bei sexuell übertragenen Infektionen geht. Als die wesentlichste Ursache für den Rückgang der HIV-Infektionen nennt das BAG die «HIV-Kaskade»: Fast alle Schweizer mit HIV würden von ihrer Infektion wissen und so rasch und effektiv behandelt werden, dass sie das Virus nicht mehr weitergeben können. Weiters zur Reduktion beigetragen habe, dass Männer, die Sex mit Männern haben, vielfach die orale HIV-Chemoprophylaxe zum Schutz vor einer Ansteckung einnehmen.
Vor allem weil in den beiden vergangenen Jahren viel mehr getestet wurde, wurden laut BAG bei Männern 2023 und 2024 mehr andere sexuell übertragbare Infektionskrankheiten entdeckt. Wie Chlamydieninfektionen, wo die Zahl der betroffenen Frauen sank, oder auch Erkrankungen an Gonorrhö und an Syphilis.
Hepatitis B und C werden nur zum Teil beim Sex übertragen. Bei Hepatitis B ist die Fallzahl gesunken, was dem BAG zufolge daran liegt, dass sich viele Schweizer gegen Hepatitis B impfen lassen. Hepatitis C stieg nach einem pandemiebedingten Tiefstand in den Jahren 2020 bis 2022 wieder auf das Niveau von 2019. (sst)
Service: Hier kann der gesamte Bericht eingesehen werden
Quelle: Bundesamt für Gesundheit (BAG)
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