Neue Technologie bringt Spender-Mitochondrien ans Ziel
Sie sind bereits registriert?
Loggen Sie sich mit Ihrem Universimed-Benutzerkonto ein:
Sie sind noch nicht registriert?
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos auf universimed.com und erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln, bewerten Sie Inhalte und speichern Sie interessante Beiträge in Ihrem persönlichen Bereich
zum späteren Lesen. Ihre Registrierung ist für alle Unversimed-Portale gültig. (inkl. allgemeineplus.at & med-Diplom.at)
Mit einer neuen Technologie gelangen gesunde Spender-Mitochondrien an ihr Ziel und erreichen erkrankte Zellen. Das könnte die Therapie vieler bisher unheilbarer Krankheiten revolutionieren.
Basel. Zu den bisher unheilbaren Krankheiten, die auf Funktionsstörungen der Mitochondrien beruhen, zählen Parkinson, bestimmte Formen von Herzinsuffizienz und die Degeneration des Sehnervs, die oft auf den Grünen Star zurückgeht.
Forscher am Institute of Molecular and Clinical Ophthalmology Basel (IOB) und an der Universität Basel haben nun eine neue Technologie entwickelt, die die Therapie dieser mitochondrialen Erkrankungen revolutionieren könnte. Sie trägt den Namen «MitroCatch» und ermöglicht über bestimmte Proteine als Andockhelfer, dass Mitochondrien von gesunden Spendern erkrankte Zellen erreichen. Bisherige derartige Versuche erwiesen sich als ineffizient, auch weil die Spender-Mitochondrien nicht immer dort ankamen, wo sie ankommen sollten.
Das neue System MitroCatch wurde bereits an verschiedenen Zelltypen von Mäusen und von Menschen getestet. Es zeigte sich, dass die Spender-Mitochondrien damit zuverlässig zu Neuronen, auch zu Netzhaut-, Endothel- und Immunzellen mit erkrankten Mitochondrien gelangen. Und es zeigte sich auch: Sind die gesunden Mitochondrien einmal in den Zellen angekommen, bleiben sie funktionsfähig und sorgen für ein normales Energiemanagement der Zellen. (sst)
Quelle: Institute of Molecular and Clinical Ophthalmology Basel (IOB)
Das könnte Sie auch interessieren:
Neue Kampagne für Jugendliche zu Safer Sex
Die Initiative LOVE LIFE richtet sich an 16- bis 26-Jährige und vermittelt alltagsnahes Wissen zu Safer Sex und sexuell übertragbaren Infektionen.
Gentherapie ermöglicht erste Seheindrücke für Blinde
Eine Gentherapie in Kombination mit einer Spezialbrille kann Menschen mit einer erblichen Netzhauterkrankung helfen, einfache Gegenstände wahrzunehmen. Eine Studie mit Beteiligung der ...
Immer weniger klinische Studien in der Schweiz
Der Pharma-Branchenverband Interpharma und das Swiss Cancer Institute (SCI) zeigen auf, dass in der Schweiz immer weniger klinische Studien durchgeführt werden. Das schwäche den ...