Gesundheitskosten stiegen, neues Programm als Kostenbremse
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Zwar sind die Gesundheitskosten zuletzt gestiegen, das neue HTA-Programm des Bundes erwies sich aber als gute Kostenbremse. Seine Wirksamkeit soll nun erhöht werden.
Bern. Besonders anschaulich lässt sich die Steigerung der Gesundheitskosten am Beispiel der Kosten pro versicherter Person in der Obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) beschreiben: Von 1732 Franken im Jahr 1996 sind diese Kosten auf 4482 Franken im Jahr 2023 gestiegen. Doch auch die gesamten Gesundheitskosten erhöhten sich deutlich. Laut Statistik Schweiz lagen sie 1996 bei 37 Milliarden Franken und 2023 einem Bericht des Bundesrats zufolge bei 95 Milliarden Franken.
Doch zuletzt konnte im Gesundheitswesen auch gespart werden, wobei sich die Einsparungen laut Bundesrat inzwischen auf 150 Millionen Franken pro Jahr belaufen. Erreicht wurde das durch das neue sogenannte Health-Technology-Assessment (HTA)-Programm. Dieses ist ein Verfahren, das die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmässigkeit von Leistungen der OKP bewertet und dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) sowie dem Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) Empfehlungen hinsichtlich der Vergütung, Einschränkung oder Streichung von Leistungen erteilt. Die Wirksamkeit des HTA-Programms soll nun gesteigert werden, «indem mehr Leistungen identifiziert und analysiert werden und auch relevante Akteure stärker einbezogen werden», wie es seitens des Bundesrats heisst.
Die Gründe für das Kostenwachstum im Gesundheitswesen sind übrigens vielfältig. So zählt der demografische Wandel dazu, auch die zunehmende Inanspruchnahme von Leistungen, die Erweiterung des Leistungskatalogs und der technologische Fortschritt. (sst)
Quelle: Schweizerische Eidgenossenschaft/News Service Bund
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