Debatte über neue Arzneimittel geht weiter
Sie sind bereits registriert?
Loggen Sie sich mit Ihrem Universimed-Benutzerkonto ein:
Sie sind noch nicht registriert?
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos auf universimed.com und erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln, bewerten Sie Inhalte und speichern Sie interessante Beiträge in Ihrem persönlichen Bereich
zum späteren Lesen. Ihre Registrierung ist für alle Unversimed-Portale gültig. (inkl. allgemeineplus.at & med-Diplom.at)
Grosse Sorge um den Zugang zu neuen Medikamenten: Die ständerätliche Gesundheitskommission (SGK-S) will Preissenkungen für Medikamente mit hohen Umsätzen.
Nach der jüngsten Stellungnahme des Bundesrates zu den Vorschlägen für den Arzneimittelbereich der Geschäftsprüfungskommission des Ständerates (GPK-S) hat die ständerätliche Gesundheitskommission (SGK-S) Vorschläge für Preissenkungen für Medikamente vorgelegt. Die SGK-S sagt Ja zu einem Vorschlag mit dem Ziel, bei Medikamenten Anpassungen beim Zulassungs- und Preisbildungssystem im Bereich der Grundversicherung zu erwirken. Ziel ist es, eine Gesetzesgrundlage für Mengenrabatte für Medikamente mit grossem Marktvolumen (sogenannte Kostenfolgemodelle) einzuführen. Demnach soll das Bundesamt für Gesundheit (BAG) Zulassungsinhaber zu einer Ausgleichszahlung verpflichten können, wenn ein Medikament einen gewissen Umsatz überschreitet. Der Vorschlag soll im Rahmen des Massnahmenpakets 2 bei den Medikamenten zum Tragen kommen. So sollen 400 Millionen Franken Einsparungen pro Jahr ermöglicht werden. Die Vorlage kommt im Sommer in den Ständerat.
curafutura begrüsst das Ja der SGK-S zu Preissenkungen bei Medikamenten, die einen bestimmten Umsatz überschreiten. curafutura hat lange für diese Massnahme gekämpft. Es scheine eine neue, positive Dynamik in die Debatte zu kommen. Wenig begeistert zeigt sich die Pharmabranche. Der Entscheid der SGK-S, solche Modelle einseitig und ohne weitere Abklärungen einzuführen, gefährde den Zugang von Patient:innen zu innovativen Medikamenten, teilt der Verband Interpharma mit. Man nehme dies irritiert zur Kenntnis und unterstreicht, dass Kostenfolgemodelle nur als integraler Teil einer ganzheitlichen Modernisierung der Preisbildung für Medikamente gangbar sind. Die Pharmabranche erwarte von BAG und Parlament, dass sie diese Modernisierung gesamthaft und weitsichtig statt mit Schnellschüssen angehen. Auf dem Spiel stehe nicht zuletzt die Frage, ob innovative Medikamente auch in Zukunft auf den Schweizer Markt kommen oder nicht. (red)
Quelle: Pressemitteilungen
Das könnte Sie auch interessieren:
Neue Kampagne für Jugendliche zu Safer Sex
Die Initiative LOVE LIFE richtet sich an 16- bis 26-Jährige und vermittelt alltagsnahes Wissen zu Safer Sex und sexuell übertragbaren Infektionen.
Gentherapie ermöglicht erste Seheindrücke für Blinde
Eine Gentherapie in Kombination mit einer Spezialbrille kann Menschen mit einer erblichen Netzhauterkrankung helfen, einfache Gegenstände wahrzunehmen. Eine Studie mit Beteiligung der ...
Immer weniger klinische Studien in der Schweiz
Der Pharma-Branchenverband Interpharma und das Swiss Cancer Institute (SCI) zeigen auf, dass in der Schweiz immer weniger klinische Studien durchgeführt werden. Das schwäche den ...