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Wichtige Erkenntnisse vom EHAKongress zu CAR-T-Zell-Therapien

<p class="article-intro">Auch auf der diesjährigen Tagung der European Hematology Association (EHA) wurde eine Vielzahl an Studien zur CAR-T-Zell-Therapie präsentiert. Wir sprachen mit Prof. Ulrich Jäger über seine Highlights vom Kongress und die Österreichische CAR-T-Zell-Therapie-Plattform, die Anfang 2019 gegründet wurde.</p> <hr /> <p class="article-content"><p><strong>Was waren am diesj&auml;hrigen EHA-Kongress f&uuml;r Sie die Highlights zu CAR-TZell- Therapien?</strong><br /> <strong>U. J&auml;ger:</strong> Die diesj&auml;hrige Tagung der EHA war geradezu &uuml;berschwemmt von Pr&auml;sentationen zu CAR-T-Zell-Therapien, es wurden viele kleine Updates von Studien pr&auml;sentiert. F&uuml;r mich fanden die wichtigsten Pr&auml;sentationen allerdings auf strategischem Level statt: Es gab ein EHA-EBMT Joint Symposium, bei dem ausgelotet wurde, wie die CAR-T-Zell-Therapie in der Routine am besten ablaufen kann. In ihren Vortr&auml;gen haben Christine Chomienne (Frankreich), Jordi Sierra (Spanien) und Christian Chabannon (Frankreich) dies aus verschiedenen Aspekten beleuchtet: z. B. wie die CART-Zell-Therapie in Frankreich und Spanien organisiert ist. Dabei wurde auch besprochen, welche Zentren f&uuml;r die CAR-T-Zell-Therapie selektioniert werden und wie viele Zentren es derzeit in Europa gibt. Es wurde auch &uuml;ber CAR-TZell-Therapie-Plattformen in unterschiedlichen L&auml;ndern berichtet. Unsere &Ouml;sterreichische CAR-T-Zell-Therapie-Plattform ist hierbei sogar erw&auml;hnt worden, weil wir inzwischen schon sehr gut organisiert sind.</p> <p><strong>Wann wurde die &Ouml;sterreichische Plattform f&uuml;r CAR-T-Zell-Therapie gegr&uuml;ndet und was sind ihre wichtigsten Aufgaben?</strong><br /> <strong>U. J&auml;ger:</strong> Unsere Plattform wurde im J&auml;nner 2019 auf einem Meeting in Salzburg gegr&uuml;ndet. In &Ouml;sterreich haben wir folgende Zentren, die CAR-T-Zell-Therapien durchf&uuml;hren werden: die Medizinischen Universit&auml;ten in Wien, Graz, Innsbruck und Salzburg sowie das St. Anna Kinderspital und das Ordensklinikum Elisabethinen in Linz. Die Intention unserer Plattform ist, dass wir uns untereinander austauschen und absprechen. Wir haben bereits Selektionskriterien f&uuml;r die CAR-T-Zell-Therapie erstellt, um zu verhindern, dass es zu einem Tourismus von Patienten zwischen den Zentren in &Ouml;sterreich kommt. Das Ziel ist es, auch f&uuml;r die Patienten klare Vorgaben zu haben. Wir versuchen prinzipiell die Therapie jedem passenden Patienten zug&auml;nglich zu machen. Au&szlig;erdem kann sich so das Gesundheitssystem besser darauf einstellen, an welchen Zentren die Therapien stattfinden und welche Ansprechpartner es bez&uuml;glich der Kosten gibt. Auf unserer Plattform helfen wir uns auch gegenseitig bei der Rekrutierung von Patienten f&uuml;r laufende Studien. Ein weiteres Anliegen ist, auch die wissenschaftliche Zusammenarbeit in Programmen zu f&ouml;rdern, beispielsweise unter der Nutzung von Biobanken. Es wird auch ein CAR-T-Zell-Therapie- Register erstellt werden, darum k&uuml;mmert sich Prof. Greinix, unsere Abgeordnete aus Graz. Die unterschiedlichen Aufgaben sind zwischen den Experten der Zentren gut aufgeteilt. Unsere Plattform ist eine der wenigen in Europa, bei denen die Zusammenarbeit bereits so gut funktioniert.</p> <p><strong>Beschr&auml;nken sich die Studien zur CAR-T-Zell-Therapie haupts&auml;chlich auf DLBCL und ALL oder wird sie auch bei anderen h&auml;matologischen Erkrankungen getestet?</strong><br /> <strong>U. J&auml;ger:</strong> Es gibt derzeit eine Vielzahl an Studien bei anderen Entit&auml;ten wie bei der chronischen lymphatischen Leuk&auml;mie, follikul&auml;ren Lymphomen, Mantelzelllymphomen und Myelomen. Die CAR-T-Zell-Therapie wird derzeit also fast &uuml;berall getestet.</p> <p><strong>Gab es auch wichtige Erkenntnisse bei den benignen h&auml;matologischen Erkrankungen?</strong><br /> <strong>U. J&auml;ger:</strong> Es sind wieder Daten des C1s-Inhibitors bei autoimmunh&auml;molytischen An&auml;mien bzw. der K&auml;lteagglutinin- Krankheit vorgestellt worden. Wir haben ja selbst im Fr&uuml;hjahr eine Studie dazu publiziert. Mehrere Studien, die gerade im Laufen sind, wurden am EHAKongress pr&auml;sentiert. In der Plenary Session waren die Gentherapie-Studien bei angeborenen An&auml;mien besonders interessant, wie etwa eine Phase-II-Studie bei Thalass&auml;mien.</p> <p><br /><strong>Vielen Dank f&uuml;r das Gespr&auml;ch!</strong></p></p>
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