©
Getty Images
Vielversprechende BRAF/MEK-gerichtete Kombinationstherapie
Jatros Digital
30
Min. Lesezeit
25.05.2018
Weiterempfehlen
<p class="article-intro">Die Kombination von BRAF- und MEK-Inhibitoren ist eine etablierte Therapiestrategie beim fortgeschrittenen BRAF<sup>V600</sup>-mutierten Melanom. In der dreiarmigen, randomisierten Phase-III-Studie COLUMBUS wurde die Kombination von Encorafenib plus Binimetinib gegen die Monotherapie mit Vemurafenib oder Encorafenib geprüft. </p>
<hr />
<p class="article-content"><p>In die COLUMBUS-Studie eingeschlossene Patienten wiesen eine BRAF-mutierte Erkrankung auf und waren entweder therapienaiv oder hatten einen Progress nach/unter Erstlinien-Immuntherapie. Die Studie erreichte ihren primären Endpunkt, eine signifikante Überlegenheit der Kombinationstherapie versus Vemurafenib (HR: 0,54; p<0,001). Beim ASCO wurden aktualisierte Ergebnisse für das Gesamtüberleben (OS) mit einer Nachbeobachtungszeit von median 36,8 Monaten und das progressionsfreie Überleben (PFS) mit einer Nachbeobachtungszeit von median 32,1 Monaten präsentiert.</p> <p>Etwa ein Viertel der Patienten hatte im (neo)adjuvanten Setting Interferon oder Interleukin sowie 1 % Ipilimumab erhalten. In der fortgeschrittenen oder metastasierten Situation waren die Patienten in 3–5 % der Fälle mit Ipilimumab und in 1–3 % der Fälle mit Interferon oder Interleukin vorbehandelt worden. Nach der Studienmedikation erhielten 42–62 % der Studienteilnehmer in den drei Studienarmen eine weitere Therapie. Dies war in 20–25 % der Fälle eine anti-PD-(L)1-Behandlung, in 16–19 % der Fälle eine anti-CTLA-4-Behandlung und in 2–3 % der Fälle eine Kombination der beiden Anti-Checkpoint-Strategien.</p> <p>Im Median lebten Patienten unter Encorafenib/Binimetinib 33,6 Monate versus 16,9 Monate unter Vemurafenib (HR: 0,61; p<0,001) sowie 23,5 Monate unter Encorafenib (vs. Encorafenib/Binimetinib: HR: 0,81; p=0,123). Das progressionsfreie Überleben betrug im Median 14,9 Monate unter Encorafenib/Binimetinib, 7,3 Monate unter Vemurafenib sowie 9,6 Monate unter Encorafenib. Das Risiko für einen Tumorprogress wurde durch die zielgerichtete Kombinationstherapie gegenüber Vemurafenib um 49 % und gegenüber Encorafenib um 23 % reduziert. Es sprachen 64 % versus 41 % versus 52 % der Patienten auf die Studienmedikationen an.</p> <p>Grad 3/4-Nebenwirkungen traten bei 64 % der Patienten im Kombinationsarm, 66 % unter Vemurafenib und 67 % der Patienten unter Encorafenib auf. Es brachen 15 % , 17 % bzw. 15 % der Patienten die Therapie aufgrund von Nebenwirkungen ab.</p> <p><strong>Referenz</strong>: <br />Dummer R. et al.: Overall survival in COLUMBUS: A phase 3 trial of encorafenib (ENCO) plus binimetinib (BINI) vs vemurafenib (VEM) or enco in BRAF-mutant melanoma. ASCO Annual Meeting 2018, abstract #9504</p> <p>Bericht: Dr. Ine Schmale</p></p>
Das könnte Sie auch interessieren:
Erhaltungstherapie mit Atezolizumab nach adjuvanter Chemotherapie
Die zusätzliche adjuvante Gabe von Atezolizumab nach kompletter Resektion und adjuvanter Chemotherapie führte in der IMpower010-Studie zu einem signifikant verlängerten krankheitsfreien ...
Highlights zu Lymphomen
Assoc.Prof. Dr. Thomas Melchardt, PhD zu diesjährigen Highlights des ASCO und EHA im Bereich der Lymphome, darunter die Ergebnisse der Studien SHINE und ECHELON-1
Aktualisierte Ergebnisse für Blinatumomab bei neu diagnostizierten Patienten
Die Ergebnisse der D-ALBA-Studie bestätigen die Chemotherapie-freie Induktions- und Konsolidierungsstrategie bei erwachsenen Patienten mit Ph+ ALL. Mit einer 3-jährigen ...