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Transgen-Spiegel korrespondiert nicht mit Remission
Jatros Digital
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22.01.2019
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<p class="article-intro">Tisagenlecleucel ist eine autologe zelluläre Immuntherapie, bei der T-Zellen der Patienten mittels eines Transgens mit einem CD19-spezifischen chimären Antigen-Rezeptor (CAR) kodiert werden. Mithilfe der quantitativen Polymerasekettenreaktion (qPCR) kann die Kinetik der CAR-Transgene nach Tisagenlecleucel-Infusion verfolgt werden. Die B-Zell-Aplasie als Nebenwirkung der Tisagenlecleucel-Therapie wurde als Biomarker für die funktionelle Persistenz der CAR-T-Zell-Therapie untersucht. Beim ASH wurde eine Untersuchung präsentiert, die weitergehend die Identifizierung von CAR-Transgenen durch qPCR als Entscheidungshilfe für eine CAR-T-Zell-Therapie bei individuellen Patienten prüfte (Awasthi R et al., Abstr. #899).</p>
<hr />
<p class="article-content"><p>In den drei Phase-III-Studien ELIANA, ENSIGN und JULIET wurden insgesamt 137 Kinder bzw. junge Erwachsene mit rezidivierter oder refraktärer akuter lymphatischer Leukämie (ALL) sowie 93 erwachsene Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) eingeschlossen und mit Tisagenlecleucel behandelt. Zu den Einschlusskriterien gehörte in allen drei Studien die vorangegangene Behandlung in mindestens zwei Therapielinien. Die ALL-Patienten mussten zudem für eine allogene Stammzelltransplantation ungeeignet sein und die DLBCL-Patienten mussten einen Progress nach autologer Stammzelltransplantation aufweisen oder Transplantations-ungeeignet sein.</p> <p>Die Expansion und Persistenz von Tisagenlecleucel konnte durch CAR-Transgen-DNA-Spiegel im peripheren Blut im Verlauf dargestellt werden. Die maximale Expansion der CAR-Transgen-DNA war je nach Tumorentität verschieden: Bei der pädiatrischen ALL war die mittlere Expansion höher bei ansprechenden versus nicht ansprechende Patienten mit einem Maximum nach median 10 Tagen bei Patienten mit Komplettremission und 20 Tagen bei nicht ansprechenden Patienten. DLBCL-Patienten wiesen hingegen eine ähnlich hohe mittlere Expansion mit/ohne Ansprechen mit einem Maximum nach median 10 Tagen bei kompletter oder partieller Remission und 9 Tagen bei stabiler Erkrankung oder Krankheitsprogress auf. Insgesamt war die mittlere Expansion der CAR-Transgen-DNA bei pädiatrischen ALL-Patienten um das Sechsfache höher als bei DLBCL-Patienten, was auf die mechanistischen Differenzen basierend auf der Tumorverteilung und Patienten-abhängigen Charakteristika hindeutet. Auf individueller Ebene wurden große Unterschiede innerhalb beider Entitäten beobachtet. Zudem gab es keine Korrelation zwischen der Persistenz der Transgene und dem Ansprechen.</p></p>
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