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CAR-T-Zell-Therapie

Transgen-Spiegel korrespondiert nicht mit Remission

<p class="article-intro">Tisagenlecleucel ist eine autologe zelluläre Immuntherapie, bei der T-Zellen der Patienten mittels eines Transgens mit einem CD19-spezifischen chimären Antigen-Rezeptor (CAR) kodiert werden. Mithilfe der quantitativen Polymerasekettenreaktion (qPCR) kann die Kinetik der CAR-Transgene nach Tisagenlecleucel-Infusion verfolgt werden. Die B-Zell-Aplasie als Nebenwirkung der Tisagenlecleucel-Therapie wurde als Biomarker für die funktionelle Persistenz der CAR-T-Zell-Therapie untersucht. Beim ASH wurde eine Untersuchung präsentiert, die weitergehend die Identifizierung von CAR-Transgenen durch qPCR als Entscheidungshilfe für eine CAR-T-Zell-Therapie bei individuellen Patienten prüfte (Awasthi R et al., Abstr. #899).</p> <hr /> <p class="article-content"><p>In den drei Phase-III-Studien ELIANA, ENSIGN und JULIET wurden insgesamt 137 Kinder bzw. junge Erwachsene mit rezidivierter oder refrakt&auml;rer akuter lymphatischer Leuk&auml;mie (ALL) sowie 93 erwachsene Patienten mit rezidiviertem oder refrakt&auml;rem diffusem gro&szlig;zelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) eingeschlossen und mit Tisagenlecleucel behandelt. Zu den Einschlusskriterien geh&ouml;rte in allen drei Studien die vorangegangene Behandlung in mindestens zwei Therapielinien. Die ALL-Patienten mussten zudem f&uuml;r eine allogene Stammzelltransplantation ungeeignet sein und die DLBCL-Patienten mussten einen Progress nach autologer Stammzelltransplantation aufweisen oder Transplantations-ungeeignet sein.</p> <p>Die Expansion und Persistenz von Tisagenlecleucel konnte durch CAR-Transgen-DNA-Spiegel im peripheren Blut im Verlauf dargestellt werden. Die maximale Expansion der CAR-Transgen-DNA war je nach Tumorentit&auml;t verschieden: Bei der p&auml;diatrischen ALL war die mittlere Expansion h&ouml;her bei ansprechenden versus nicht ansprechende Patienten mit einem Maximum nach median 10 Tagen bei Patienten mit Komplettremission und 20 Tagen bei nicht ansprechenden Patienten. DLBCL-Patienten wiesen hingegen eine &auml;hnlich hohe mittlere Expansion mit/ohne Ansprechen mit einem Maximum nach median 10 Tagen bei kompletter oder partieller Remission und 9 Tagen bei stabiler Erkrankung oder Krankheitsprogress auf. Insgesamt war die mittlere Expansion der CAR-Transgen-DNA bei p&auml;diatrischen ALL-Patienten um das Sechsfache h&ouml;her als bei DLBCL-Patienten, was auf die mechanistischen Differenzen basierend auf der Tumorverteilung und Patienten-abh&auml;ngigen Charakteristika hindeutet. Auf individueller Ebene wurden gro&szlig;e Unterschiede innerhalb beider Entit&auml;ten beobachtet. Zudem gab es keine Korrelation zwischen der Persistenz der Transgene und dem Ansprechen.</p></p>
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