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Ausbreitungsmuster der Metastasierung als Entscheidungshilfe
Leading Opinions Digital
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31.05.2020
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<p class="article-intro">Eine post-hoc-Analyse der ARCHES-Studie zeigt, dass das Muster der Metastasenausbreitung bei hormonsensitiven Prostatakarzinompatienten ein unterschiedliches Ansprechen auf die Therapie mit Enzalutamid plus Androgendeprivationstherapie (ADT) bedingt.</p>
<hr />
<p class="article-content"><p>In der Phase-III-Studie ARCHES (Enzalutamid + ADT versus Placebo + ADT) wurde die Therapie mit der AR-gerichteten Hormontherapie Enzalutamid plus ADT bei Patienten mit metastasiertem hormonsensitiven Prostatakarzinom (mHSPC) untersucht. Da sich die Patienten mit sehr heterogenen Metastasenverteilungen präsentieren, wurden in einer Post-hoc-Analyse die Ergebnisse bezüglich des Einflusses der Lokalisationen auf die Prognose und des prädiktiven Werts für die Enzalutamid-Therapie ausgewertet.<br /> Im Ergebnis zeigte sich, dass das radiologische progressionsfreie Überleben (rPFS) – über die gesamte Studienpopulation betrachtet – bezüglich des Musters der Metastasenausbreitung variierte: Patienten mit Lymphknotenmetastasen oder nicht bestätigter metastasierter Erkrankung zeigten den langsamsten radiologischen Progress. Mit Enzalutamid plus ADT wurde das Risiko der radiologischen Progression bei Patienten mit Lymphknotenmetastasen oder unbestätigter metastasierter Erkrankung (HR: 0,43) sowie bei Patienten mit alleiniger Knochenmetastasierung (HR: 0,33) und Patienten mit Knochen plus Lymphknotenmetastasen (HR: 0,31) gegenüber Placebo plus ADT gesenkt. Weniger groß war der Unterschied zwischen den beiden Studienarmen für die Gruppe der Patienten mit viszeraler Metastasierung und/oder Knochen- oder Lymphknotenmetastasen (HR: 0,94).</p> <div id="fazit"> <h2>Fazit</h2> <p>Das rPFS, wie auch andere Wirksamkeitsendpunkte, variierte bei Patienten mit unterschiedlichem Muster der Metastasierung. Für Enzalutamid plus ADT wurde die Überlegenheit gegenüber Placebo plus ADT insbesondere für die Subgruppen der Patienten mit Lymphknoten- und/oder Knochenmetastasen gezeigt. Diese Ergebnisse können bei der Therapieentscheidung für Patienten mit mHSPC hilfreich sein.</p> </div> <p><br /><strong>Quelle:</strong><br />Shore ND et al.: Efficacy of enzalutamide + androgen deprivation therapy in metastastic hormone-sensitive prostate cancer by pattern of metastastic spread: ARCHES post hoc analyses. ASCO 2020, Abstr. #5547</p> <p><strong>Bericht:</strong><br />Dr. Ine Schmale</p></p>
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