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ASCO: Clinical Cancer Advances of the Year 2019

<p class="article-intro">Die American Society of Clinical Oncology (ASCO) veröffentlicht seit 14 Jahren einen Bericht über „Progress against Cancer“. Der Expertenbericht 2019 wurde über die Periode November 2017 bis Oktober 2018 erstellt und im „JCO“ im Jänner publiziert.</p> <hr /> <p class="article-content"><p>Zum ersten Mal hat die ASCO Schwerpunkte f&uuml;r die zuk&uuml;nftigen Forschungen identifiziert, um den Fortschritt im Kampf gegen Krebs zu beschleunigen. Diese Priorit&auml;tenliste &ndash; ohne spezifische Reihungen &ndash; soll zu Verbesserungen der unerf&uuml;llten Bed&uuml;rfnisse und Wissensl&uuml;cken in den Bereichen der Patientenversorgung und deren Outcome f&uuml;hren.</p> <h2>Definition der ASCO-Forschungspriorit&auml;ten f&uuml;r 2019</h2> <ol> <li>Identifizierung von Strategien zur besseren Vorhersage des Ansprechens auf Immuntherapien: Behandlungsstrategien zur Krebsimmuntherapie umfassen Vakzine, Checkpoint- Inhibitoren und seit Kurzem die Zellulartherapien. Diese Interventionen haben die Prognose von vielen Krebsformen verbessert und zu lang anhaltenden (auch jahrelangen) Remissionen gef&uuml;hrt. Durch den Einsatz von neuen Biomarkern sollte eine Vorhersage des Ansprechens von individuellen Patienten erm&ouml;glicht werden.</li> <li>Bessere Definition der Patientenpopulation, die von einer adjuvanten postoperativen Therapie profitiert: Diese Therapien haben zu dramatischen Verbesserungen der &Uuml;berlebenszeiten bei bestimmten Patienten gef&uuml;hrt, wobei der erzielte Benefit die Risiken vertretbar erscheinen l&auml;sst. Wichtig ist zu erkennen, welche Patienten von der adjuvanten Therapie den gr&ouml;&szlig;ten Nutzen und dabei das geringste Nebenwirkungsrisiko haben.</li> <li>Translation/&Uuml;bertragung der Zellulartherapien auf solide Tumoren: Die rezente FDA-Zulassung der Chimeric-Antigen- Receptor(CAR)-T-Zell-Therapien bei Leuk&auml;mien und Lymphomen wird als echter Meilenstein der Krebsimmuntherapie angesehen. Die Verbesserung der Therapie und auch die Anwendung bei soliden Tumoren sind als Ziele zu nennen.</li> <li>Forschung zur Pr&auml;zisionsmedizin und zu Behandlungsm&ouml;glichkeiten besonders auch bei p&auml;diatrischen Krebserkrankungen: Durch den breiten Einsatz von genetischen Untersuchungsmethoden wurden bei Erwachsenen bei verschiedenen Krebsformen gemeinsame Mutationen definiert. Auf deren Basis wurden zielgerichtete Therapien, die zu Lebensverbesserungen und -verl&auml;ngerungen f&uuml;hren, entwickelt. Bei p&auml;diatrischen Krebserkrankungen sollten genomische oder molekulare Ver&auml;nderungen identifiziert und als Therapietargets eingesetzt werden.</li> <li>Optimierung der Pflege von &auml;lteren Krebspatienten: Die meisten Krebskranken sind Personen im Alter &uuml;ber 65 Jahre. Dennoch ist diese Population in klinischen Studien unterrepr&auml;sentiert. Das Fehlen von Erfahrung und eine gro&szlig;e Diversit&auml;t sind Kennzeichen dieser stetig zunehmenden Patientengruppe. Daher gibt es gro&szlig;e Herausforderungen f&uuml;r klinische Studien und die optimale Patientenbetreuung.</li> <li>Steigerung des gerechten Zuganges zu klinischen Studien bei Krebs: Hier ist zu garantieren, dass jeder Krebspatient unabh&auml;ngig von ethnischem Background, Alter, geografischer Lokalisation und sozio&ouml;konomischem Status einen Nutzen aus Fortschritten der Krebsforschung ziehen kann.</li> <li>Reduktion der Langzeitkonsequenzen/-nebenwirkungen von Krebstherapien: Die Errungenschaften der Krebstherapie haben zu einer Rekordzahl an Krebs&uuml;berlebenden gef&uuml;hrt. Daraus ergibt sich das Problem der Langzeitnebenwirkungen mit wesentlichen Einschr&auml;nkungen der Lebensqualit&auml;t. Somit gilt es, ein Problem, das Patienten, &Auml;rzte, Pflegepersonal und das gesamte Gesundheitssystem betrifft, zu l&ouml;sen.</li> <li>Reduzierung der Adipositas und des Einflusses auf Krebsentstehung und Outcome: Adipositas ist ein klar definierter Risikofaktor f&uuml;r Krebs. Zus&auml;tzlich ist Fettleibigkeit mit einem erh&ouml;hten Risiko f&uuml;r Therapienebenwirkungen und auch mit einem k&uuml;rzeren &Uuml;berleben assoziiert. Forschung ist hier dringend erforderlich, um die grundlegenden Mechanismen von Krebsentstehung, Progression und Therapieversagen zu verstehen und dementsprechende Ma&szlig;nahmen ergreifen zu k&ouml;nnen.</li> <li>Identifizierung von Strategien f&uuml;r die Entdeckung und Behandlung von pr&auml;malignen L&auml;sionen: Viele Krebsformen beginnen als Hochrisiko-L&auml;sionen. Zurzeit ist wenig &uuml;ber Genetik, Heterogenit&auml;t, Microenvironment und Ursachen, die einer Progression zu invasivem Krebs zugrunde liegen, bekannt. Vermehrtes Verst&auml;ndnis dieser Prozesse und Mechanismen kann zu verbesserten Strategien f&uuml;r Pr&auml;vention und Therapie f&uuml;hren.</li> </ol> <p>Diese Priorit&auml;tenliste der ASCO f&uuml;r die Forschung 2019 soll sowohl die Wissensbasis f&uuml;r klinische Entscheidungen verbessern als auch bisher unerf&uuml;llten Bed&uuml;rfnissen bei der Pflege von Krebspatienten nachkommen und einen Fortschritt im Kampf gegen Krebs bewirken.</p></p>
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