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AR-V7-Mutation im Kontext der AR-gerichteten Therapien
Jatros Digital
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25.05.2018
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<p class="article-intro">In der multizentrischen Studie PROPHECY wurde zirkulierendes AR-V7 bei Patienten mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (mCRPC) unter Behandlung von Abirateronacetat oder Enzalutamid untersucht.</p>
<hr />
<p class="article-content"><p>Mit Enzalutamid und Abirateron kann das progressionsfreie Überleben (PFS) sowie das Gesamtüberleben (OS) von Patienten mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC)verlängert werden. 10–20 % der Chemotherapie-naiven Patienten weisen allerdings eine primäre Resistenz gegenüber der Androgenrezeptor(AR)-gerichteten Inhibition auf und im Median entwickelt sich eine sekundäre Resistenz innerhalb von 1–2 Jahren. Zwischen Abirateronacetat und Enzalutamid besteht häufig eine Kreuzresistenz, so dass die folgende AR-Therapie keine vorhersagbaren klinischen Ergebnisse bringt.</p> <p>Die PROPHECY-Studie schloss 120 Chemotherapie-naive mCRPC-Patienten ein, welche mit Enzalutamid oder Abirateronacetat bis Progress behandelt wurden. Anschließend erhielten Patienten eine Taxan-Chemotherapie bis zum nächsten Progress. Als primärer Endpunkt wurde die Assoziation zwischen Baseline-AR-V7 im zirkulierenden Blut mit dem radiologischen oder klinischen Progress untersucht. PSA-Änderungen wurden zur Definition eines Progresses nicht herangezogen.</p> <p>Es wurde keine signifikante Differenz bezüglich des rPFS oder des OS zwischen den beiden AR-gerichteten Therapien gesehen. Mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von 19,6 Monaten waren 102 rPFS-Ereignisse eingetreten und 53 Patienten verstorben. Im Median betrugen das rPFS 5,8 Monate und das OS 20,3 Monate.</p> <p>Für die Messung der Spleißvariante AR-V7 wurden der Johns Hopkins AR-V7 CTC RNA-Test und der Epic nuclear AR-V7 CTC-Proteintest verwendet. Beide Systeme waren prädiktiv für die schlechtere Prognose bei Auftreten von AR-V7, unabhängig von der Therapielinie oder bekannten prognostischen Faktoren. Auch wenn eine geringe Chance für einen Therapieerfolg mit Abirateronacetat oder Enzalutamid bei Patienten mit CTC AR-V7-positiven Tumoren beobachtet wurde, so garantiert die fehlende Detektion der Spleißvariante nicht das Ansprechen oder den Nutzen der AR-gerichteten Therapie. Die CTC AR-V7 sollte im Kontext der phänotypischen und genomischen Heterogenität in Assoziation mit aggressiver Erkrankung interpretiert werden. Therapien für Männer mit AR-V7-positivem mCRPC benötigen wahrscheinlich einen breiten therapeutischen Ansatz.</p> <p><strong>Referenz:</strong> <br /><em>Armstrong AJ et al.: The PROPHECY trial: Multicenter prospective trial of circulating tumor cell (CTC) AR-V7 detection in men with mCRPC receiving abiraterone (A) or enzalutamide (E). ASCO Annual Meeting 2018, abstract #5004 </em></p> <p><em>Bericht: Dr. Ine Schmale</em></p></p>
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