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Unterschätztes Behandlungsverfahren

Elektrokonvulsionstherapie (EKT) – was, das gibt es noch?

Seit alters her wird beobachtet, dass generalisierte epileptische Anfälle bei schweren affektiven und schizophrenen Psychosen und Katatonien zur Besserung führen. Die therapeutische Nutzung war ohne Narkose und Relaxation mit schweren Nebenwirkungen wie Knochenbrüchen vergesellschaftet. Dies sowie die missbräuchliche Anwendung zur „Disziplinierung“ und die schwierige Grundlagenforschung zum Wirkmechanismus sind die Ursache für die nach wie vor sehr ungleich verteilte Verfügbarkeit dieser nebenwirkungsarmen und hochwirksamen Therapie.

Ein 68- jähriger Mann mit langjähriger paranoider Schizophrenie, der zuletzt mit Clozapin (Tagesdosis [TD] 400 mg), Amisulprid (TD 600 mg), Trazodon (retardiert, TD 200 mg), Pantoprazol (TD 20 mg), Tamsulosin (TD 0,4 mg) und Metformin (TD 500 mg) behandelt worden war, erlitt, wie bei Schizophreniepatient:innen mit metabolischem Syndrom häufig, einen Myokardinfarkt. Aufgrund des hohen kardialen Nebenwirkungsprofils wurde vonseiten der Kardiolog:innen die Clozapin-Medikation beendet.

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