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Persönlichkeitsstörungen

State of the Art: Diagnose und Therapie der Borderline-Persönlichkeitsstörung

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) gehört zu den häufigsten und zugleich am stärksten stigmatisierten psychischen Erkrankungen. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das Verständnis der Störung jedoch grundlegend verändert: Statt als eine «unbehandelbare» Störung gilt die BPS heute als diagnostisch valide und psychotherapeutisch behandelbare Erkrankung. Aktuelle diagnostische Konzepte und evidenzbasierte Therapieansätze haben wesentlich zu dieser Entwicklung beigetragen.

Die Prävalenz der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) liegt in der Allgemeinbevölkerung bei etwa 0,7–2,7%. In psychiatrischen Ambulanzen erfüllen etwa 10%, im stationären Bereich rund 20% der Patient:innen die Kriterien einer BPS.1–4

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