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Neue Daten vom ASCO GU 2022

Wie wird sich das Management des Nierenzellkarzinoms verändern?

Immuntherapiekombinationen haben die Prognose des metastasierten Nierenzellkarzinoms (RCC) in den letzten Jahren dramatisch verbessert: Nun ist auch die adjuvante Therapie im Management fest verankert. Sowohl im frühen als auch im späteren Krankheitsstadium des RCC verbleiben jedoch viele offene Fragen. Diese umfassen die Selektion von Patienten für eine adjuvante Therapie, den Stellenwert der zytoreduktiven Nephrektomie, die Auswahl der Erst- und Spätlinientherapien sowie die Therapie des nichtklarzelligen RCC.

2021 wurde erstmals die Empfehlung für eine adjuvante Therapie beim Nierenzellkarzinom (RCC) in den Therapierichtlinien verankert. Dies geht auf die KEYNOTE-564-Studie zurück, deren Ergebnisse am ASCOMeeting 2021 präsentiert wurden. In dieser Studie konnte gezeigt werden, dass der Immun-Checkpoint-Inhibitor (ICI) Pembrolizumab im Vergleich zu Placebo signifikant das krankheitsfreie Überleben („disease-free survival“, DFS) verlängert.1 Die Population bestand aus Patienten mit 1) intermediär-hohem Rückfallsrisiko, 2) hohem Rückfallsrisiko und 3) nach Resektion von Metastasen (M1-Resektion, „no evidence of disease“, NED) (Abb. 1).

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