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Sexualität in der Onkologie

Sex und Krebs: „Have fun!“

Dr. Stephanie Kossow ist Fachärztin für Allgemeinmedizin, Sexualmedizin und Psychotherapie. Im Gespräch mit JATROS beschreibt sie, wie sich Krebserkrankungen und Sexualität wechselweise beeinflussen können und wie man als Mediziner:in die Patient:innen bei diesen Veränderungen am besten begleitet.

S. Kossow: Ich bin Fachärztin für Allgemeinmedizin. Studiert habe ich in Freiburg und dann die Zusatzbezeichnungen Sexualmedizin und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie gemacht. Die Praxis, die ich jetzt führe, ist eine psychotherapeutische Praxis für Patient:innen, die als Paare, Polyküle oder Einzelpersonen mit psychischen Erkrankungen oder mit sexuellen Problemen zu mir kommen. Als ich an der Charité tätig war, waren mein Forschungsschwerpunkt chronische Erkrankungen und Alter in Verbindung mit Sexualität. Als Hausärztin habe ich mich viel mit Prävention auseinandergesetzt. Beziehungen können präventiv in Bezug auf Krankheiten sein. Wenn wir gute Beziehungen führen, sinkt der Blutdruck, wir werden seltener krank und unsere Wunden heilen schneller. Ich glaube, soziale Beziehungen werden als medizinischer Wirkfaktor unterschätzt. An diesem Punkt sehe ich die Verknüpfung zwischen meiner Sexualmedizin, der Psychotherapie und der somatischen Medizin.

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