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Best of ASCO 2026

(K)RAS im Fokus: neue zielgerichteteTherapieoptionen beim Pankreaskarzinom

Bei ca. 90% aller Pankreaskarzinome lassen sich KRAS-Mutationen nachweisen, die lange Zeit als therapeutisch nicht adressierbar galten. Mit Daraxonrasib wurden auf dem ASCO-Kongress 2026 erstmals positive Phase-III-Daten zu einem Pan-RAS-Inhibitor vorgestellt, die das Potenzial haben, die Therapie des Pankreaskarzinoms grundlegend zu verändern.

Die RAS-Familie, bestehend aus den Isoformen KRAS, NRAS und HRAS, gehört zu den wichtigsten Treibern der Tumorentstehung und ist an der Entwicklung zahlreicher solider Tumoren und hämatologischer Neoplasien beteiligt. RAS fungiert als binärer molekularer Schalter, der zwischen einem aktiven, Guanosintriphosphat(GTP)-gebundenen „ON“-Zustand und einem inaktiven, Guanosindiphosphat(GDP)-gebundenen „OFF“-Zustand wechselt und dadurch Zelldifferenzierung, -proliferation und -überleben reguliert. Mit einer Prävalenz von etwa 90% ist KRAS das wichtigste Onkogen beim Pankreaskarzinom, wobei Mutationen typischerweise an Codon 12, 13 oder 61 auftreten.1

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