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Chronische lymphatische Leukämie

CLL: Die zeitlich begrenzte Therapie wirdzur ersten Wahl

Die Erstlinientherapie der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) ist heute chemotherapiefrei. Nicht das kalendarische Alter, sondern Fitness, Komorbidität, genetisches Risikoprofil und Patient:innenpräferenz steuern die Substanzwahl.

Schon bisher war für einen Großteil der Patient:innen eine zeitlich begrenzte („fixed-duration“) Therapie die Strategie der Wahl; die randomisierte CLL17-Studie lieferte nun erstmals einen direkten Vergleich solcher zeitlich begrenzter Venetoclax-Kombinationen mit kontinuierlichem Ibrutinib und zeigte deren Nichtunterlegenheit. Als zugelassenes zeitlich begrenztes Regime stehen aktuell Venetoclax/Obinutuzumab sowie die rein oralen Doubletten Ibrutinib/Venetoclax und Acalabrutinib/Venetoclax±Obinutuzumab zur Verfügung – ambulant durchführbare Optionen mit definiertem Therapieende. Auch die zielgerichteten Substanzen erfordern jedoch ein vorausschauendes Nebenwirkungsmanagement, das maßgeblich über den langfristigen Therapieerfolg entscheidet.

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