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Gastrointestinal Cancers Symposium (ASCO GI)

Behandlungserfolge mit zielgerichteten und immunonkologischen Therapien

Das Gastrointestinal Cancers Symposium der American Society of Clinical Oncology (ASCO GI), im Regelfall der erste amerikanische onkologische Kongress im Jahr, zog uns in diesem Jahr nicht nach San Francisco, sondern vor den heimatlichen Computer. Dennoch haben die wissenschaftlichen Vorträge wichtige Ergebnisse für die Behandlung von gastrointestinalen Tumoren geliefert.

Bei ungefähr 5% der Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom kann eine Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) nachgewiesen werden. Mit der Pembrolizumab-Monotherapie wurden in der Phase-II-Studie KEYNOTE-164 dauerhafte Remissionen bei akzeptablem Sicherheitsprofil gesehen, die in der Phase-III-Studie KEYNOTE-177 bestätigt wurden. Beim ASCO GI wurden nun auch die Ergebnisse bezüglich des progressionsfreien Überlebens unter der nachfolgenden Therapie (PFS2) und der Lebensqualität der Patienten präsentiert.1 Insgesamt erhielten in der KEYNOTE-177-Studie 307 Patienten mit MSI-H metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC) entweder bis zu 35 Zyklen Pembrolizumab (200mg, q3w) oder eine Chemotherapie (FOLFOX oder FOLFIRI) mit oder ohne Biological (Bevacizumab oder Cetuximab) nach Wahl des Behandlers. Bei Tumorprogress war den Patienten des Kontrollarms der Wechsel in den Pembrolizumab-Arm erlaubt. Mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von 32,4 Monaten wurden 12- und 24-Monats-PFS-Raten von 55% und 48% im Pembrolizumab-Arm versus 37% und 19% im Kontrollarm beobachtet (HR: 0,60; 95% CI: 0,45–0,80; p=0,0002). Im Median lebten die Patienten 16,5 versus 8,2 Monate progressionsfrei. Laut einer Subgruppenanalyse profitierten insbesondere Patienten ≤70 Jahre (HR: 0,52; 95% CI: 0,37–0,75), Patienten mit einem sehr guten Allgemeinzustand (Eastern Co-Operative Oncology Performance Status [ECOG PS] 0) (HR: 0,37; 95% CI: 0,24–0,59), Patienten mit KRAS/NRAS-Wildtyp-Tumoren (HR: 0,44; 95% CI: 0,29–0,67) sowie Patienten mit rechtsseitigen Tumoren (HR: 0,54; 95% CI: 0,38–0,77). Als bestes Ansprechen erreichten die Patienten eine komplette Remission in 11,1% versus 3,9% der Fälle, eine partielle Remission in 32,7% versus 29,2% der Fälle und eine stabile Erkrankung in 20,9% versus 42,2% der Fälle. Die Dauer des Ansprechens betrug 10,6 Monate im Kontrollarm und war zur Zeit der Auswertung im Pembrolizumab-Arm noch nicht erreicht. 83% versus 35% der Patienten sprachen ≥24 Monate auf die Studienmedikation an.

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