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Highlights des SABCS 2021

Neuerungen in der operativen Therapie, Pathologie und Radiologie

Das San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) konnte letztes Jahr zumindest teilweise wieder vor Ort stattfinden. Wie gewohnt präsentierten Spezialisten aller beteiligten Fachrichtungen spannende neue Studien und Ergebnisse ihrer jeweiligen Gebiete. Als Chirurg darf ich über spannende Neuerungen in operativer Therapie, Bildgebung und Pathologie berichten.

Lymphödeme nach einem axillären Eingriff, zumeist der kompletten Dissektion, stellen eine häufige und für die Patientinnen belastende Komplikation dar. Trotz Deeskalation der axillären Chirurgie leidet bis zu einem Drittel der Patientinnen postoperativ an einem Ödem unterschiedlicher Ausprägung. In den USA wurde nun eine retrospektive Studie durchgeführt, die eindeutig unterschiedliche Inzidenzen von Lymphödemen im Vergleich der verschiedenen Ethnien zeigen konnte. Afroamerikanische Patientinnen waren mit einer Odds-Ratio von 3,2 deutlich häufiger betroffen als weiße Patientinnen, auch Hispanics hatten ein deutlich erhöhtes Risiko mit einer OR von 2,3. Die Ursache hierfür ist noch nicht gänzlich geklärt, vermutet wird eine unterschiedliche Immunreaktion bei den Ethnien. Im Ausmaß der Lymphödeme selbst zeigte sich jedoch keinen Unterschied. Nach neoadjuvanter Chemotherapie steigt außerdem das Risiko, ein Lymphödem zu entwickeln, von ungefähr 11% auf über 30% an. Vonseiten der Autoren wird daher eine primäre OP vor allem bei hormonrezeptorpositiven Karzinomen empfohlen.1

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