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Axillachirurgie beim Mammakarzinom – früher, heute und in Zukunft

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Lange Zeit galt die Axilladissektion (ALND) als Goldstandard in der Axillachirurgie bei Patientinnen mit einem Mammakarzinom, ungeachtet der teilweise schwerwiegenden Langzeitkomplikationen. Mit der Einführung der Sentinellymphknotenentfernung begann ein Umdenken bezüglich der Radikalität der operativen Verfahren in der Axillachirurgie. Heute kann bereits bei den meisten Frauen auf eine Axilladissektion verzichtet werden. Dies ist die typische Geschichte einer chirurgischen Deeskalation, welche bis heute andauert.

Um ein möglichst sicheres onkologisches Resultat zu erzielen, galt die ALND für rund ein Jahrhundert als unangefochtener Goldstandard in der Axillachirurgie beim Mammakarzinom, ungeachtet der teilweise schwerwiegenden Langzeitkomplikationen. Diese treten bei jeder fünften Patientin in Form eines Lymphödems, einer Bewegungseinschränkung des betroffenen Arms oder chronischer Schmerzen auf, was für die betroffenen Frauen eine massive Einschränkung der Lebensqualität bedeuten kann. Aus diesem Grund drängte sich immer mehr die Frage auf, ob dieses radikale chirurgische Vorgehen aus onkologischer Sicht notwendig ist und die daraus resultierenden Komplikationen gerechtfertigt in Kauf genommen werden müssen.

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