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HIV und SARS-CoV-2

Kein erhöhtes Risiko bei HIV-Patienten

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Die rasche Ausbreitung des SARS-Coronavirus 2 (SARS-CoV-2), die Zahl schwerer Verläufe der Covid-19-Erkrankung, die eine Hospitalisierung erforderten, und vergleichsweise hohe Mortalitätsraten haben weltweit zu enormen Forschungsanstrengungen geführt. Ein wichtiger Aspekt war die Identifikation von Risikogruppen, die eines besonderen Schutzes bedürfen. Wir haben Privatdozent Dr. Alexander Zoufaly gefragt, ob HIV-Patienten ein erhöhtes Risiko tragen und welche Optionen für Prävention und Therapie von Covid-19 möglich wären.

A. Zoufaly: Die HIV-Infektion per se ist kein anerkannter Risikofaktor – weder für die Ansteckung mit dem SARS-Coronavirus noch für einen schweren Verlauf von Covid-19. Man nimmt allerdings an, dass Patienten, die an einer fortgeschrittenen Immunschwäche mit weniger als 200 CD4-Zellen leiden, einem etwas höheren Risiko für einen schweren Verlauf ausgesetzt sind. Das sind jedoch theoretische Überlegungen, die auf einzelnen Fallberichten beruhen. Generelle Aussagen sind daraus nicht abzuleiten. Bei einer unbehandelten HIV-Infektion könnte das Risiko theoretisch ebenfalls erhöht sein und man sollte dies zum Anlass nehmen, die Patienten darauf hinzuweisen, sich behandeln zu lassen. Das Risiko besteht hier aber wahrscheinlich eher aufgrund der HIV-assoziierten Krankheiten, nicht wegen der Infektion selbst.

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